Falling in love with bread again! Hochkarätig körniges Flohsamenbrot

Nov 20, 2017

Seit ich mich so konsequent wie möglich gluten- und vor allem weizenfrei ernähre, ist es um mein Energielevel um Häuser besser bestellt als früher. Nachmittagskoma … was war das nochmal? Auch die Blutzucker-Achterbahnfahrten mit Zittrigkeit und Zickigkeit als Begleiterscheinung gehören großteils der Vergangenheit an.

{Grund für diese Ernährungsumstellung war übrigens, dass mir vor ca. drei Jahren ein Psychoneuroimmunologe glaubhaft darlegen konnte, was Gluten mit meiner vertrauten Begleiterin, der Hashimoto Thyreoiditis zu tun hat.} 

So weit, so vorteilhaft. Leider hatte diese Ernährungsumstellung auch einen großen Nachteil: Meine Liebe zu herrlich duftendem Brot und Gebäck verkümmerte  – denn beim Großteil der glutenfreien Brote, die man, meist in Kunststoff verpackt, landauf, landab zu kaufen bekommt, fällt der Verzicht alles andere als schwer.

Aber ich würde nicht Laya Commenda heißen, wüsste ich mir in einem solchen Fall nicht zu helfen! Lang habe ich experimentiert, geforscht, gebacken, verworfen, verflucht, … und schließlich ein Lieblings-Brotrezept gefunden, das ohne herkömmliches Getreide und sogar ohne tierische Zutaten auskommt. Ganz nach meinem Geschmack also!

Alle Achtung! Dieses Brot kann mehr

Eine kleine Warnung muss ich jedoch aussprechen, bevor ich dir das Rezept verrate: Dieses Brot hat mit herkömmlichem Brot eigentlich nichts zu tun. Da es so viele Saaten, Samen und Körner enthält, ist es derartig gehaltvoll, dass ein kleines Scheibchen grundsätzlich reichen würde, um den kleinen Hunger zu stillen. Da es aber so fantastisch schmeckt, bleibt es meistens nicht bei dieser einen Scheibe …

Am liebsten verspeise ich das Flohsamenbrot mit einer dünnen Schicht Mandelmus darauf. Mehr brauche ich eindeutig nicht für mein Glück!

Pimp your bread!

Bei den Zutaten kannst du  nach Lust und Laune variieren und experimentieren, zum Beispiel die Hafer- und Reisflocken durch Hirse- oder Buchweizenflocken ersetzen, oder beliebige andere Nüsse und Samen verwenden. Nur die Flohsamen und die Leinsamen, die müssen sein! Sie braucht der Brotteig unbedingt als Bindemittel.

Auch bei den Gewürzen sind deiner Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt. Natürlich kannst du auch eine fertige Brotgewürzmischung verwenden.

Tipp: Sei sparsam beim Anis!

Der Geschmack von Anis ist ohnehin nicht jederfrau Sache, und wenn du zu viel davon in den Teig streust, übertönt es schnell alle anderen feinen Geschmacksnoten, die in ihrer Gesamtkomposition dieses Brot zu einem unvergleichlichen Genuss machen.

~ ZUTATEN für einen Kasten hochkarätiger Körndl-Power

70 g glutenfreie Haferflocken
70 g Reisflocken

4 EL gemahlene Flohsamenschalen
2 EL Chiasamen
2 EL geröstete und gemahlene Erdmandeln
2 EL geschälte Hanfsamen

90 g Leinsamen
200 g Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Nüsse
(Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, … )

1 TL Himalaya-Salz
1 TL flüssige Dattelsüße
(alternativ: Agavensirup, Kokosblütensirup, Ahornsirup …)

je 1/2 TL Kümmel, Fenchel und Koriander
1 Messerspitze Anis

3 EL Kokosöl

350 ml Wasser

Zubereitung:

Die Zubereitung ist denkbar einfach, allerdings solltest du ein wenig im Voraus planen, da der Brotteig Zeit zum Quellen braucht.

Schritt 1:
Vermische alle trockenen Zutaten inklusive der Gewürze in einer Schüssel. Die Nüsse kannst du davor grob hacken.

Schritt 2:
Lass das Kokosöl in einem Topf schmelzen, vermische es mit dem Wasser,  gieße die Mischung über die trockenen Zutaten und rühre kräftig um. Zuerst hat der Brotteig noch eine ziemlich breiige Konsistenz, wird aber dann schnell fest. Das liegt an den Flohsamen, die wirken wie Kleister 🙂

Der Brotteig - am Anfang noch breiig, aber dann tun die Flohsamenschalen ihre Wirkung!

Zuerst ist der Brotteig noch ziemlich breiig, aber dann tun die Flohsamenschalen ihre Wirkung!

Schritt 3: 
Lege eine Kastenform mit Backpapier aus, fülle den Brotteig ein und lass ihn mindestens zwei Stunden quellen. Ich gönne dem Teig gerne noch mehr Zeit, am liebsten sogar über Nacht. Das Brot ist einfach besser verdaulich, wenn die Zutaten genug Zeit zum Quellen hatten!

In einer Kastenform gelingt das Brotbacken am Besten. Idealerweise lässt du den Brotteig mehrere Stunden oder über Nacht quellen!

In einer Kastenform gelingt das Brotbacken am Besten. Idealerweise lässt du den Brotteig mehrere Stunden oder über Nacht quellen!

Schritt 4:
Heize das Backrohr auf 180 Grad auf und backe das Brot in der Kastenform für 20 bis 30 Minuten. Dann nimmst du es heraus und klopfst zart auf die Oberseite. Wenn das Klopf-Geräusch hohl klingt, ist das Brot schon so weit, dass du es umdrehen und ohne Form (nur auf dem Backrohrgitter) nochmal 30 – 40 Minuten backen kannst.

Schritt 5:
Auskühlen lassen, aufschneiden und geniiiieeeeßen!

Kühl gelagert hält das Brot etwa eine knappe Woche. Ich toaste die einzelnen Schnitten gerne im Backrohr auf, das macht sie schön knusprig.

Woher die Idee für dieses Rezept stammt und warum das Brot dir soooo gut tun wird, erfährst du hier

Ich wünsche dir gutes Gelingen und viel hochkarätigen Körndlgenuss!

Big, wild love

Laya

Anregend wie der erste Schluck Kaffee. Wohltuend wie die Morgensonne. Nährend wie eine Umarmung.

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Heyho, das hat geklappt! Wir hören uns nächsten Sonntag. Bis dahin: Stay true!