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5 Fragen und eine 5 für 2021 

 Dezember 14, 2020

So unvorhersehbar 2020 war, so vorhersehbar war auch, dass es ein markantes Jahr sein würde. Das WIE hat uns wohl alle überrascht – aber DASS ein Jahr mit einer solchen Zahlenkonstellation in irgendeiner Form eine Zäsur darstellen würde, lag auf der Hand. {In den Sternen stand es auch, habe ich mir sagen lassen ;-)}

„Das Leben ist es, das Fragen stellt“, meinte Viktor Frankl.

2020 hat uns einigermaßen interessante Fragen gestellt, nicht wahr?

Zum Beispiel: „Was trägt WIRKLICH? Worauf ist WIRKLICH Verlass? Was soll Bestand haben, was darf gehen? Welche unerledigten Dinge bringst du endlich zu Ende? Welche neue Grundordnung gibst du deinem Leben? Wie diszipliniert kannst du sein, wenn es um etwas Wichtiges geht? „

Discipline is remembering what you want. ~ David Campbell

Disziplin bedeutet, dich daran zu erinnern, was du willst. ~ David Campbell

2021 könnte, numerologisch gesehen, ebenso interessante, aber ganz andere Fragen stellen.

Zum Beispiel:

Wie flexibel bist du?

Bist du offen für neue Menschen oder Veränderungen in deinen bestehenden Beziehungen?

Was bedeutet Freiheit für dich? 

Wie viel Risiko bist du bereit, einzugehen?“

2020 war ein Vierer-Jahr, 2021 wird ein Fünfer-Jahr sein, und damit eines der Lebensfreude und des Wandels.  Beziehungen werden sich um- und neugestalten, Überraschungen sind vorprogrammiert. Wir werden (echt jetzt?) wieder reisen. Neue Ideen flattern herein. Der Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit drängt von innen nach außen.

Frischer Wind also – auf allen Ebenen!

Die universelle Jahreszahl ist natürlich nur EIN Aspekt davon, wie das neue Jahr schwingen wird. Daneben gibt es noch deine persönliche Jahreszahl, und die hat natürlich ein lautes Wörtchen mitzureden!

{Wie du deine Jahreszahl berechnest und ihre Qualität am besten für dich nutzt, erfährst du bei Schreib dich ins neue Jahr!}

Und überhaupt: Auch WIR dürfen Fragen stellen. Uns selbst – und dem Leben.

5 Fragen, die du dir stellen solltest, bevor 2021 beginnt

# 1 Was ist das beste, das geschehen könnte?

Wenn du so tickst wie ich (und viele andere Menschen), dann neigt dein Gehirn zum Katastrophisieren.

Viel eher, als dass du dir ausmalst, was alles Wundervolles geschehen könnte, erschaffst du in Gedanken worst case Szenarien.

Das ist okay, und es macht absolut keinen Sinn, uns dafür zu verurteilen. Es macht Sinn, dass unsere Gehirne so programmiert sind, denn sie wollen unser Überleben sichern.

Aber wir können Ausgleich zu dieser Tendenz schaffe, in dem wir uns fragen: Was ist das Beste, das dieses Jahr passieren könnte?

Meistens fallen uns dazu ein paar wunderbare Dinge ein, wir entwickeln Ideen und fühlen uns augenblicklich besser. Aber das ist noch lange nicht alles, was diese Wunderfrage kann!

Indem wir unsere Vorstellungskraft aktivieren und auf etwas Positives lenken, verändern wir jene Gehirnareale, die dafür zuständig sind, unsere Wahrnehmung zu filtern. Das bedeutet: Wir sehen plötzlich Möglichkeiten, dort, wo früher nur Mauern, Nebel, unüberwindbar scheinende Hindernisse und Fragezeichen waren!

Stell dir nun vor, all das Wunderbare ist wirklich geschehen.

Und dann stell dir noch eine Frage: Was war DEIN Beitrag dazu, dass es so gekommen ist? 

# 2 Was ist mir so wichtig, dass ich bereit bin, dafür ein Risiko einzugehen?

Ich war kürzlich in der für mich ungewohnten Situation, eine größere Summe Geld veranlagen zu „müssen“.  Nun bin ich nicht unbedingt jemand, der sich tagein, tagaus mit Aktien, Fonds und Börsenkursen auseinandersetzt, und mir wurde klar, dass, egal, wie ich mich entscheiden würde, immer ein gewisses Risiko im Spiel sein würde. Das bereitete mir einige schlaflose Nächte, und es war ein großer Schritt für mich, Verantwortung zu übernehmen und eine Entscheidung zu treffen.

„Ohne Risiko keine Chance“, meinte mein Liebster dazu.

Das klingt trivial – aber für mich war es ein Aha-Moment.

Mir wurde bewusst, dass so ziemlich jede große Chance, die sich uns im Leben bietet, mit einem gewissen Risiko verbunden ist.

Den Job zu wechseln ist ein Risiko. Sich auf einen anderen Menschen einzulassen ist ein Risiko. Ein Kind zu bekommen ist ein Risiko. Einen Kredit aufzunehmen ist ein Risiko. Eine Ausbildung zu beginnen ist ein Risiko. Sich operieren zu lassen ist ein Risiko. Zu verreisen ist ein Risiko.

Und damit landen wir bei WERTEN.

Was ist mir WERTVOLL genug, um dafür ein Risiko einzugehen?

Vielleicht sind Familie und vertrauensvolle Beziehungen ein hoher Wert für dich. Vielleicht bist du jemand, dem es wichtig ist, etwas zu erschaffen und weitergeben zu können. Vielleicht ist Bildung ein zentraler Wert für dich. Oder vielleicht sind Freiheit und Selbstbestimmtheit deiner höchsten Werte.

Was ist FÜR DICH von so hohem Wert, dass du bereit bist, dafür etwas zu riskieren? 

# 3 Welche Menschen wünsche ich mir in meinem Leben?

„Kannst du BITTE wieder ganz NORMAL reden?“

Herr Sohn beschwert sich in letzter Zeit gerne über mein „Psycho-Sprech“. Dinge wie Selbstdeterminismus, thinking errors oder kognitiv-behaviorales Dingsda kommen schwupps über meine Lippen, ohne dass ich es kontrollieren könnte.

Kein Wunder – ich lese in jeder freien Minute Bücher oder höre podcasts über diese Themen, und bin mehr und mehr von Menschen umgeben, die solche Dinge erforschen und über sie sprechen.

Bestimmt ist dir auch schon aufgefallen, dass du nicht nur Worte von Menschen übernimmst, mit denen du viel Zeit verbringst, sondern auch andere Tendenzen, wie zum Beispiel Ernährungs- oder Bewegungsgewohnheiten oder sogar Gesten, ihre Art zu lachen oder zu seufzen.

Dass wir der Durchschnitt der fünf Menschen sind, mit denen wir am meisten Zeit verbringen, ist ein alter Hut, seit US-Coach Jim Rohn diese Behauptung aufgestellt hat. In jedem zweiten Erfolgs- und Motivations-Seminar fliegt uns diese These um die Ohren.

Na schön, es ist ja auch etwas dran. Spiegelneuronen und so. Wir pacen – das heißt wir passen Körpersprache, Mimik, Stimme und Wortwahl an unser Gegenüber an. Unbewusst. Oder auch bewusst, falls wir NLP-Anhängerin, Sales-Profi oder etwas Ähnliches sind.

Nun bin ich eine große Menschenfreundin, liebe die Vielfalt und langweile mich schnell, wenn ich zu lange in meiner eigenen Echo-Kammer abhänge. Also werde ich den Teufel tun und mich hauptsächlich mit super-erfolgreichen Coaches und Autor*innen umgeben!

Kürzlich habe ich jedoch gelesen, wir sollten eine Cheerleaderin, eine Pusherin, eine Loyale und eine Energiebombe in unserem Freundeskreis haben.

  • Also eine, die uns grundsätzlich zujubelt, auch wenn wir gerade Mega-Mist gebaut haben.
  • Eine, die uns hinterfragt und herausfordert, über uns hinauszuwachsen.
  • Eine, die immer für uns da ist und uns heiße Schokolade kredenzt, wenn wir uns wie ein Häufchen Elend fühlen.
  • Und eine, die so viel Lebendigkeit versprüht, dass sie unseren Energielevel hebt, wenn der mal wieder in den Keller gerutscht ist.

Ich habe zwar gelernt, das alles einfach für mich selbst zu sein, je nachdem, was ich gerade brauche – aber lebendiger fühlt es sich trotzdem an, Menschen im Leben zu haben, deren Gegenwart mich tröstet, ermutigt, erheitert, energetisiert und vieles mehr.

Also:

Bei welchen Menschen ruft DEIN Herz laut: „Jaaaa, BITTE! Mehr davon, viel mehr!“?

Und welche Art von Mensch FEHLT in deinem Leben?

Suche die Gegenwart dieser Menschen. Suche sie aktiv, auch wenn du dafür einen großen Sprung über deinen Schatten machen musst. Geh auf diese Menschen zu.

Es tut so gut und macht das Leben so reich.

# 4 Wenn ich frei bin, alles zu denken – welche Gedanken wähle ich dann?

„We can believe anything we want. Anything in the world. So why not create beliefs that inspire us? That move us forward. That help us create the lives that we want.“  ~ Jamie Berman

„Wir können alles glauben, was wir wollen. Alles in der Welt. Also warum glauben wir nicht etwas, das uns inspiriert? Das uns vorwärts bringt. Das uns hilft, das Leben zu kreieren, das wir wollen. ~ Jamie Berman

Eine ungemein befreiende Erkenntnis: Gedanken sind Sätze im Kopf – mehr nicht. Auch nicht der genialste Gedanke (und der deprimierendste schon gar nicht), hat irgendeinen Wahrheitsgehalt. Gedanken sind optional, und wir können sie wählen.

Nach der ersten Euphorie über diese Erkenntnis folgt dann oft der große Katzenjammer. Schön und gut, hab’s verstanden – aber warum sind meine Gedanken dann immer noch so negativ? Warum grüble ich ständig darüber nach, was jemand anderer über mich denken könnte? Warum vergeude ich meine Energie damit, über meine vergangenen „Fehler“ oder meine vermeintlichen Defizite nachzudenken?

Und damit beginnt die eigentliche Arbeit.

Es ist so, als hättest du ein Leben lang mit der rechten Hand geschrieben, und nun beginnst du, die linke zu nutzen.

Wie schnell, denkst du, geht diese Umstellung?

Eben.

Gedanken-Arbeit ist Arbeit. Ist Übung. Täglich, unablässig.

Zum Glück ist es eine Arbeit, die Spaß macht – und frei.

Die Freiheit „hat“ man nicht – wie irgend etwas, das man auch verlieren kann, sondern die Freiheit „bin ich“. ~ Viktor Frankl

# 5 Wie will ich mich fühlen?

Kürzlich hat ein Worksheet mir die harmlose Frage gestellt, welche drei Gefühle ich denn hauptsächlich fühlen wolle.

Na, ganz einfach, dachte ich, und wieso eigentlich nur drei? Leichtigkeit, Freude, Verbundenheit, Zuversicht, Selbstsicherheit, Hingabe, … und all das.

Dann wurde es weniger harmlos. Was denn zur Zeit meine drei häufigsten Gefühle seien, fragte mich das Worksheet.

Ähem.

Klar, Erfüllung, Freude und Verbundenheit empfinde ich oft. Aber wenn ich ganz ehrlich bin: Das Gefühl, immer mit allem zu spät dran zu sein, steht ziemlich weit oben auf der Liste. Und dort tummeln sich auch noch ein paar andere, nicht besonders angenehme Gefühls-Kolleg*innen.

Und was versucht frau immer wieder – hartnäckig, aber erfolglos – um daran etwas zu verändern? Sie schraubt an ihren äußeren Umständen herum. Zum Beispiel glaubt sie, wenn sie das allerbeste Zeitmanagement-Tool benutzt, würde sie dieses Gefühl in Griff bekommen.

Dass das ein Irrglaube ist, verrät mir allein schon die Tatsache, dass dieses gehetzte Gefühl sogar im Urlaub auftaucht – dann, wenn ich gar nichts muss und für nichts zu spät dran sein kann.

In Wahrheit ist es genau umgekehrt. ZUERST muss ich mein Gefühl verändern. Denn dann ist es ziemlich egal, welches Tool ich verwende, und ob ich gerade im Urlaub bin oder bei der Arbeit.

Mein Verhalten und die Resultate, die ich damit erziele, sind ein Produkt meiner Gefühle.

Meine Gefühle sind die Folge meiner Gedanken.

Also zurück zu Frage #4.

Was könnte ich denken, um mich gelassen und zufrieden zu fühlen statt gehetzt?

Zum Beispiel: Ich habe alle Zeit der Welt.

Oder: Ich genieße jeden Schritt des Weges – und nähere mich dabei ganz von selbst meinem Ziel.

Na also, Layaki. Geht doch!

***

Ja, ich weiß. Heute hab ich’s mit Frankl – also zitiere ich ihn noch ein letztes Mal 😉

Aber zuerst die Frage an DICH: Wie willst DU dich 2021 fühlen? Und was ist dir so wichtig, dass du dafür auch ein Risiko eingehst? Schreib in die Kommentare – ich bin schon sehr neugierig auf deine Sichtweise!

Der Mensch ist das Wesen, das immer entscheidet. Und was entscheidet es? Was es im nächsten Augenblick sein wird.  ~ Viktor Frankl

****

Ressourcen und Tipps:

  • Liebe Laya,
    schon am Donnerstag habe ich Deinen aktuellen Blogartikel gelesesn und die Fragen haben mich sehr!!!! beschäftigt. …. ich fand sie schwierig zu beantworten
    Heute bin ich mit der Einnerung an einen Deiner FB posts aufgewacht “ Freude ist der Leitstern….ist alles was zählt ….ist das, worauf es ankommt…“ – und mir wurde ganz warm ums Herz…..denn ich erkannte – Freude und Begeisterung sind für mich auch die Gefühle, die mich stärken,nähren und stabilisieren…..und sie sind – frei nach Gerald Hüther – “ Dünger fürs Gehirn“ , lassen dort neue synaptische Verbindungen entstehen…also ich möchte mich mehr und mehr „freudig erfüllt und begeistert fühlen“ – und gehe gern das Risiko ein, neue
    überraschende Erfahrungen in Liebe, Verbundenheit, Freiheit, Fülle, Sicherheit. .. zu machen…..
    Danke von Herzen, liebe Laya, fürs tiefe Begeistern auch in diesem Jahr, für Deine großzügige, liebevolle und achtsame Begleitung, die sosehr auch in Deinen Antworten auf unsere Kommentare hier zum Ausdruck kommt….meine Vision fürs neue Jahr ist, daß immer mehr eine „Wertschätzungs – und Begeisterungskultur“ entsteht im Miteinander – auch Dank Dir und Deiner Arbeit…..
    Einen guten Jahresausklang und zauberhafte Rauhnachtstage in tiefer Verbundenheit,
    Dagmar

    • Ja, stimmt, liebe Dagmar – die Begeisterung hatte ich ganz vergessen … dabei ist sie eines meiner absoluten Lieblingsgefühle!
      Und außerdem der „sauberste“ Treibstoff
      Damit beschäftige ich mich nämlich gerade – was treibt mich, was treibt UNS wirklich?
      Viele erfolgreiche Menschen sind in Wirklichkeit von Angst, Unsicherheit, Scham oder Schuldgefühlen getrieben. Und das ist so, als würde man den eigenen Motor ständig ein klein wenig verschmutzen … so lange, bis es einen Motorschaden gibt.
      Wenn unser „Treibstoff“ jedoch aus Freude und Begeisterung besteht, aus Freude am Kreieren, am Gemeinsamen, an der Verbundenheit, dann ist er „sauber“ und unser Motor läuft auch langfristig wie ein Glöckchen

      Alles Liebe zu dir, liebe Dagmar, eine wundervolle Rauhnachtszeit und ein frohes Fest!
      Laya

  • ….oooh, was für ein Geschenk Deiner Antwort ist….danke ⭐ ….diese Frage, was uns „antreibt“ zu erforschen…nehme ich gern als Impuls mit in die Rauhnachtszeit… ⭐….Du zitierst diesmal Viktor Frankl – vielleicht könnte Dir Alfred Längles Buch „Sinnvoll leben – eine praktische Anleitung der Logotherapie“ weitere Anhaltspunkte liefern…..
    Frohe Weihnachten und alles Liebe & Gute
    Dagmar ⭐

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