Magisches Zeitfenster: So gestaltest du den Jahreswechsel bewusst!

Wenn es für mich eine heilige Zeit im Jahr gibt, dann sind es die Tage zwischen Wintersonnenwende und Dreikönig. Da tauche ich ab. Da zieh ich mich zurück. Da ist Reflexion angesagt und Ausrichtung. Da erspür‘ ich meinen Weg für das nächste Jahr, da stelle ich die Weichen, da werde ich unsichtbar, um danach wieder beherzt, authentisch und kraftvoll auf die Bühne des Lebens treten zu können.

Warum?

Weil es zu keiner anderen Zeit des Jahres so einfach ist, Einfluss auf die eigene Zukunft zu nehmen. Zu keiner anderen Zeit des Jahres ist die Trennlinie zwischen den Welten so dünn, ist die Intuition so stark ausgeprägt wie während der Rauhnächte.

Es ist genau DIE Zeit, in der wir zu MitschöpferInnen werden können, in der wir eingeladen sind, unser Leben so zu gestalten, dass es unserer wahren Natur, unseren eigenen Wünschen und Sehnsüchten entspricht.

In welche Bahnen lenkst du dein Leben?

In mir taucht in dieser „Zeit zwischen den Zeiten“ immer das folgende Bild auf: Unser Leben ist wie eine Kugel, die auf verschiedenen Bahnen dahinrollen kann. Manche Bahnen bringen uns Glück und Erfüllung, auf anderen erwarten uns Schwierigkeiten, Umwege und Stagnation.

Rund um den Jahreswechsel gibt es ein magisches Zeitfenster, in dem wir unserer Lebens-Kugel einen Drall geben, die Richtung ihrer Laufbahn ändern können. Indem wir uns in diesen Tagen intensiv mit uns selbst, unseren Wünschen und Visionen beschäftigen, WÄHLEN wir bewusst, in welche Bahnen wir unser Leben lenken möchten, und geben dadurch der Kugel einen Impuls in die gewünschte Richtung. So verbinden wir uns mit dem Fluss des Lebens, und können müheloser mit ihm fließen, statt uns gegen ihn zu stemmen.

Natürlich können wir auch während des Jahres immer wieder die Richtung korrigieren. Aber zu keiner anderen Zeit als während der Rauhnächte können wir so grundlegend Einfluss darauf nehmen, in welchen Bahnen unser Leben verlaufen soll.

Wie du den jetzigen Moment lebst, bestimmt deine Zukunft. Rund um den Jahreswechsel gilt das in Hochpotenz. Jeder Moment, den du jetzt bewusst gestaltest, gestaltet deine Zukunft.  

Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Hier sind meine Top FIVE:

#1 Jeden Tag ein Date mit dir selbst

Nimm dir jeden Tag Zeit für den wichtigsten Menschen in deinem Leben: dich selbst. Schaffe einen heiligen Ort, an dem du garantiert ungestört bist. Gestalte ihn liebevoll mit Kerzen, Duftlampen, Räucherstäbchen, kuscheligen Pölstern und Decken, … und verbringe dort mindestens eine halbe Stunde pro Tag allein.

Ja, du darfst das. Auch wenn deine Kinder noch klein sind, wenn die Wäsche noch nicht gewaschen und der Weihnachtsbraten noch nicht im Backrohr ist. Ja, du darfst. Wenn du so willst, ist es sogar deine heilige Pflicht  Also keine faulen Kompromisse!

#2 Zurückblicken und Loslassen

Das vergangene Jahr will noch einmal angeschaut und gewürdigt werden. Immerhin hat es dir jede Menge Erfahrungen geschenkt! Nicht alle davon mögen angenehm gewesen sein – aber oft sind es gerade die schwierigen Erfahrungen, die uns reifen lassen, und durch die wir zu verstehen lernen, was wir eigentlich wollen, und worauf wir in Zukunft definitiv verzichten werden.

Ich persönlich lese bis zum 31. Dezember nochmal alles durch, was ich im Laufe des zu Ende gehenden Jahres in meine Tagebücher und Journale geschrieben habe. Du kannst aber auch einfach deine Augen schließen und im Geiste die wichtigsten Momente Revue passieren lassen. Lass alles zu – auch die dunklen und die sehr dunklen Stunden. Atme dann bewusst alles Schwere und Belastende aus, lass es gehen. Wenn du möchtest, kannst du diese Erinnerungen auf einem Zettel notieren und diesen dann verbrennen. Wichtig ist einfach, dass du bewusst anerkennst und akzeptierst, was geschehen ist – und es dann gehen lässt.

Befreie dich von allem Ballast. Wir wollen doch leichtfüßig ins neue Jahr tanzen, nicht wahr?

Dann lass all die hellen und wunderbaren Augenblicke nochmal Revue passieren – die kleinen und die großen. Öffne deine Arme weit, um sie alle einzusammeln, und leg dann beide Hände auf die Mitte deiner Brust, um sie in dein Herz zu schließen. Atme diese Glücksmomente dankbar in deinen Herzraum, so dass sie dich noch einmal erfreuen und stärken.

Zünde dann eine Kerze an. Sie steht für dein inneres Licht, das IMMER strahlt, egal, wie dunkel oder hell es gerade in deinem Leben ist. Verbinde dich mit diesem Licht in dir. Nähre es, lass es leuchten!

Schön ist es, wenn du dir nach diesem Innehalten noch Zeit für einen Spaziergang nimmst. Oder um deine Wohnung, dein Haus aufzuräumen. Auch das gehört für mich zur Jahreswende: Ordnung schaffen, ausmisten. Klar und ohne viel Krims-Krams ins neue Jahr starten – das fühlt sich soooo gut an!

# 3 Den Weg ins nächste Jahr erspüren – ein Rauhnachtsritual

Jede Rauhnacht steht für einen Monat des kommenden Jahres. Ich habe es mir angewöhnt, jeden Tag meine Träume niederzuschreiben und mir Notizen über das Wetter oder besondere Vorkommnisse zu machen. Im Laufe des Jahres greife ich immer wieder auf diese Notizen zurück. Es macht einfach Spaß, sie mit dem abzugleichen, was dann tatsächlich geschieht!

Ein besonders schönes Rauhnachtsritual, mit dem du dich mit den archetypischen Qualitäten jedes Monats verbinden kannst, findest du hier.

Übrigens: Von wann bis wann die Rauhnächte genau dauern, dazu findet man unterschiedliche Informationen. Spür einfach, was für dich stimmig ist. Immerhin geht es hier um DEINE Intuition und Wahrheit. Folge ihr, und du kannst gar nichts falsch machen!

# 4 Glitzersteine ins nächste Jahr werfen

Das ist meine Lieblingsübung. Ich fühle mich dabei wie eine kleine Fee mit schillernden Flügeln, die kichernd ihren Zauberstab über dem kommenden Jahr schwingt, so dass viele kleine Glitzersteinchen auf es hinabregnen.

Konkret sieht das so aus, dass ich im Jänner nach Thailand fliege, für Mai mit einem Yoga-Reit-Urlaub in Andalusien liebäugle, im Juni eine Kreativ-Zeit auf Zakynthos einplane, im November ein Schweige-Retreat und im Dezember eine Schreibwerkstatt.

Für März besorge ich Karten für mich und meinen Liebsten für eine Show, die ich immer schon mal sehen wollte (genau genommen bitte ich meinen Liebsten, die Karten zu besorgen. So machen kichernde Feen das nämlich!). Mit einem guten Freund verabrede ich mich für ein Bobby McFerrin Konzert im April, und so weiter.

Ich sorge also dafür, dass sich jede Menge Juhus übers Jahr verteilen – denn die To-Dos kommen ja bekanntlich von allein  🙂

In den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich fast alle Wochenenden mit eigenen Workshops und Seminaren, Aus- und Weiterbildungen verplant. Wenn dann hin und wieder etwas freie Zeit blieb, war ich meistens viel zu müde, um mich an Glitzerdingen zu erfreuen.

Heute mache ich es genau umgekehrt. Ich plane zuerst meine Pausen, Auszeiten und Seelen-Oasen, und dann alles andere rundherum. Frau lernt aus ihren Fehlern. Yeah!

# 5 Ziele setzen? Kommt nicht in Frage.

The best goal is no goal.

Ok, ok, es ist nichts Falsches daran, sich Ziele zu setzen. Aber meistens schießen wir damit am wahren Ziel vorbei. Worum es nämlich geht, ist, welche Qualität unser Leben haben soll. Wie wir uns FÜHLEN möchten – Moment für Moment. Zu viele und zu konkrete Ziele haben oft zur Folge, dass wir nicht im Hier und Jetzt leben, sondern uns immer an der Zukunft orientieren. Gebetsmühlenartig plappert unser Gehirn dann die drei schädlichsten Worte der Welt vor sich hin. Statt JETZT glücklich zu sein, verschieben wir unser Glück auf morgen, und morgen verschieben wir es auf übermorgen und so weiter.

Wenn ich mir überhaupt ein Ziel setze für das nächste Jahr, dann dieses: Mir Augenblick für Augenblick bewusst zu machen, dass es nur den jetzigen Moment gibt, um glücklich zu sein. Oder zumindest dankbar. Oder zumindest einverstanden. Dieses Ziel ist hoch gesteckt – zugegeben. Aber warum nicht nach den Sternen greifen?

Ich wünsche dir eine zauberhafte Zeit zwischen den Zeiten, viele glitzernde Momente und einen wunderbaren Jahresbeginn!

Big, wild love

Laya

Photo by Mira Kemppainen on Unsplash

Anregend wie der erste Schluck Kaffee.
Wohltuend wie die Morgensonne.
Nährend wie eine Umarmung.
 

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