Nie genug Zeit? Dein drittes Chakra ist blockiert!

Apr 5, 2018

Ich war frustriert. Zornig. Verzweifelt. Meine Sehnsucht, endlich kreativ und vor allem schreibend auszudrücken, was in mir schlummerte, zerriss mich fast. Und obwohl ich wusste, dass ich mir nicht nur sehnlichst wünschte, zu schreiben, sondern dass es auch Teil meiner Aufgabe hier auf Erden ist, fand ich einfach keine Zeit dafür.

Tausend andere Dinge waren dringender – und scheinbar wichtiger. Egal, wie oft ich mir vornahm, MEIN Ding zu machen, mich um MEINE Wünsche und Ziele zu kümmern, an die erste Stelle zu setzen, was MIR wirklich am Herzen lag – es gelang nicht.

Kaum flatterte ein Mail herein, kaum rief jemand an, kaum trug jemand eine Idee an mich heran, schon verschwanden meine eigenen Ziele, die ich zwei Minuten zuvor noch klar vor Augen gehabt hatte, hinter einem dichten Nebel. Obwohl ich regelmäßig Zeit einplante, die ich ausschließlich dem Schreiben widmen wollte, wurde ich immer wieder schwach, reagierte mit einem automatischen Ja auf Terminanfragen, gab allem anderen mehr Priorität und verstieß gegen meine selbst aufgestellten Regeln. Immer wieder schwor ich mir, ich würde mich ab sofort mit Haut und Haar dem Schreiben verschreiben 😊 – aber es blieb beim Lippenbekenntnis.

„Ich habe einfach keine Zeit dafür!“, jammerte ich Tag für Tag vor mich hin, und auch meinem Liebsten sang ich permanent die Ohren mit meinem Lieblingslied, dem furchtbar schnulzigen Selbstmitleid-Song voll.

Kurz: Ich hatte das Gefühl, mich selbst, meine tiefsten Sehnsüchte und Wünsche zu verraten. Ich war großzügig, freundlich, hilfsbereit und stets für andere zur Stelle, aber innerlich brodelte es in mir, und dieses Brodeln war alles andere als freundlich. Mir war klar, dass hier etwas gewaltig schief lief – aber ich wusste nicht, was ich dagegen tun sollte.

Keine Zeit zu haben ist keine Tatsache, sondern eine Entscheidung

„Keine Zeit zu haben ist keine Tatsache, sondern eine Entscheidung“, soll Buddha gesagt haben.

Dem alten Langohr glaube ich grundsätzlich fast alles – aber in diesem Fall hatte ich überhaupt nicht das Gefühl, selbst entscheiden zu können. Ich fühlte mich getrieben und als Opfer der Umstände.

Doch dann wurde mir eines klar: Es lag weder an meinem fehlenden Zeitmanagement noch an meiner Unstrukturiertheit oder an meiner mangelnden Selbstdisziplin.

Nein. Es lag an meinem dritten Chakra.

Besser gesagt: an der Blockade in meinem dritten Chakra.

Und damit hatte ich einen Schlüssel in der Hand.

Einen Schlüssel, der zu einem Schloss passte, das in einer Tür steckte, die zu einem völlig neuen Leben führte. Einem Leben, das meine Prioritäten widerspiegelt. Einem Leben, in dem ich nicht darauf warte, dass Zeit BLEIBT, sondern in dem ich mir Zeit für das NEHME, was für mich wirklich zählt.

Im Solarplexuschakra ist unsere Ich-Kraft zuhause. Hier sitzt unsere Einzigartigkeit und unser Wissen um deren Wert für die Welt. Ohne ein starkes Solarplexuschakra können wir uns nicht durchsetzen und abgrenzen. Wir haben unsere Prioritäten nicht klar und nehmen uns selbst, unsere Wünsche und Ziele nicht wichtig genug.

 

All das führt zum Gefühl permanenten Zeitmangels. Warum?

Störungen in einem Chakra können sich als Defizit oder Exzess äußern. In beiden Fällen kann die Energie im betroffenen Chakra nicht frei fließen. Übrigens gibt es sogar Blockaden, die aus einer Mischung aus Exzess und Defizit in ein und demselben Chakra bestehen!

Sowohl Defizite als auch Exzesse im dritten Chakra können die Ursache für das Gefühl ständigen Zeitmangels sein:

Ursache 1: Dein drittes Chakra ist defizitär

Du lässt dich von den Anforderungen, die von außen auf dich einströmen, überfluten. Die kleinste Störung lenkt dich von deinen eigenen Bedürfnissen, Zielen und Plänen ab. Die Erwartungen und Wünsche anderer sind dir wichtiger als deine eigenen, und du verlierst dich selbst immer wieder aus dem Blick. Also verbringst du deine Tage damit, dich um alle und alles andere zu kümmern, lässt bei jeder scheindringlichen Anfrage alles stehen und liegen und verlässt dich damit selbst. Oft springst du sogar schon, noch bevor dich jemand um deine Hilfe gebeten hat. Du stellst deine Energie und Zeit in den Dienst anderer und denkst, du seist selbstlos und hilfsbereit, doch in Wahrheit lenkst du dich von der wichtigsten Aufgabe deines Lebens ab: dich selbst, deine wahren Gaben und deine Berufung zu erkennen und zu entfalten, aus deiner Mitte heraus kraftvoll zu agieren und dein Wesen in die Welt strahlen zu lassen. Du denkst, du gibst viel, doch in Wahrheit enthältst du der Welt das vor, was sie WIRKLICH von dir braucht.

Du hast das Gefühl, nie genug Zeit für dich zu haben – aber in Wirklichkeit läufst du vor dir selbst davon. Du fühlst dich als Opfer der Umstände, doch in Wirklichkeit bist du das Opfer der Tatsache, dass du deinen eigenen Wert und deine wahre Aufgabe in diesem Leben nicht (an)erkennst.

Der bekannte Psychologe Abraham Maslow prägte sogar einen Begriff für dieses Phänomen: den Jonas Komplex, benannt nach der biblischen Gestalt des Jonas. Gemeint ist damit, dass wir aus Angst vor unserer wahren Größe, vor Erfolg und vor der Verantwortung, die damit einhergeht, davonlaufen, und dadurch die Entfaltung unseres Potenzials sabotieren.

Ursache 2: Weil dein drittes Chakra blockiert ist, ist dir gar nicht bewusst, dass ein Schatz in dir schlummert …

… oder du findest keinen Zugang dazu. Du versuchst mal dieses, mal jenes, kommst aber nie über das Stadium der Anfangseuphorie hinaus. Du erkennst deine natürlichen Gaben nicht, und suchst ständig im Außen nach neuen Möglichkeiten. Immer wieder triffst du auf Menschen, die etwas zu haben scheinen, das auch du haben möchtest, und anstatt in deinem Inneren zu suchen, suchst du im Außen nach immer wieder neuen Impulsen, Möglichkeiten und Wegen. Du bist wie der sprichwörtliche Esel, der stur der Karotte nachläuft, die vor seiner Nase baumelt – statt stehen zu bleiben und zu bemerken, dass zu seinen Füßen das saftigste Gras, die herrlichsten Blumen und die duftendsten Kräuter wachsen. Ständig spähst du in die Zukunft, um dort die erhoffte Erfüllung zu finden. Nie bist du ganz im Augenblick. So entsteht das Gefühl, dass dir permanent die Zeit davonläuft.

Menschen, die unter dem Gefühl der Machtlosigkeit im dritten Chakra leiden, neigen dazu, im Leben sehr zerstreut und nicht ausgerichtet zu sein. Sie haben kein wirkliches Ziel und immer das Gefühl, dass die eigene Erfüllung in weiter Ferne liegt. Manchmal leiden sie unter plötzlichen Wutausbrüchen, da Wut das letzte Mittel der Machtäußerung ist. Aber in dieser Wut steckt ein sehr hohes Maß an Frustration.
~ Shai Tubali

Wie Barbara Sher so schön schreibt,  musst du dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast. Aber auch mal an einer Sache dranzubleiben, wenn es anstrengend wird, statt bei jedem neuen Impuls davonzuflattern, hat schon zahlreichen Menschen nachhaltigen Erfolg beschert.

Ursache 3: Du lässt dich manipulieren

Über das Soplarplexus-Chakra findet unser energetisch-emotionaler Austausch mit anderen Menschen statt. Ist dein Solarplexus-Chakra blockiert, neigst du dazu, dich ausnutzen und energetisch aussaugen zu lassen. Du lässt „Übergriffe“ zu, und merkst oft erst im Nachhinein, dass du klare Grenzen setzen oder dich mit Zähnen und Klauen verteidigen hättest sollen. Ein solcher Übergriff muss nicht bedeuten, dass andere ganz offensichtlich Macht über dich ausüben. Oft versuchen sie, dich bewusst oder unbewusst zu manipulieren, indem sie dir ein schlechtes Gewissen einreden, dich mit subtilen Schuldzuweisungen konfrontieren, oder an deine Hilfsbereitschaft, deine Freundschaft oder dein Mitgefühl appellieren.

Ist dein drittes Chakra defizitär, dann bist du solchen Übergriffen und Manipulationsversuchen gegenüber schutzlos und wirst zum Spielball für andere. Du erledigst dieses und jenes für sie, obwohl sie das eigentlich selbst tun könnten (und sollten!), du hörst ihnen ewig zu, wenn sie jammern oder ohne Atem zu holen über ihre Probleme reden, und am Ende bist du erschöpft und ausgelaugt – oder es zerreißt dich fast vor Wut, weil du deine kostbare Energie verpuffen hast lassen.

Und immer wieder ist da die traurig-resignierte Frage: „Wann komme ICH endlich an die Reihe?“

Du hast das Gefühl, dass du keine Macht über deine eigene Zeit hast, weil du es allen anderen recht machen und niemanden enttäuschen willst.

Menschen mit einem schwachen dritten Chakra fühlen sich leicht unter Druck gesetzt und haben große Angst davor, was die Gesellschaft von ihren Handlungen und Taten denken könnte. „Wie werden die Leute reagieren?“ ist für sie ein äußerst wichtiger Faktor in ihrer Entscheidungsfindung. Gegenüber Druck und äußeren Reizen sind sie überaus empfindlich, wie beispielsweise der Angst oder der Unzufriedenheit anderer. Sie fühlen sich machtlos angesichts der Gefühle und Forderungen, die sie umgeben.
~ Shai Tubali

Was werden die anderen denken?

Was werden die anderen von mir denken? Eine typische Frage für Menschen mit schwachem Solarplexus-Chakra!

Ursache 4: Dein drittes Chakra ist exzessiv

Auf den ersten Blick erscheinst du ehrgeizig, willensstark und selbstbewusst. In Wirklichkeit aber hast du das Bedürfnis, alles ständig zu kontrollieren und alleine zu schaffen – aus Angst, von anderen abhängig zu sein oder den Dingen ihren Lauf zu lassen. Du bist ständig aktiv und kannst dich kaum entspannen. Dir fehlt das Vertrauen, dass die Dinge sich gut entwickeln werden, auch ohne dass du ständig etwas tust, planst und forcierst. Immer hast du das Gefühl, dass alles viel zu langsam geht, oder dass du noch mehr Druck machen müsstest, damit sich die Dinge in die gewünschte Richtung entwickeln. Es ist, als würdest du im Frühling in deinem Garten hektisch von Grashalm zu Grashalm, von Knospe zu Knospe laufen, hier ein wenig ziehen, dort ein wenig zupfen und jeden sprießenden Keim argwöhnisch beäugen, um zu kontrollieren, ob er auch wirklich im richtigen Tempo wächst. Dabei könntest du dich eigentlich entspannt im Liegestuhl zurücklehnen und den natürlichen Wachstumskräften der Samen, die du gesät hast, vertrauen …

Ein Exzess im dritten Chakra kann sich aber auch dadurch äußern, dass du dich selbst und deine Ressourcen überschätzt. Es fällt dir schwer, anzuerkennen, dass Zeit und Energie nur begrenzt zur Verfügung stehen. Innerhalb kürzester Zeit willst du Unmögliches schaffen – und bist hinterher frustriert, weil du deine über-ambitionierten Ziele nicht erreicht hast.

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Vielleicht findest du dich in einer dieser Varianten wieder, vielleicht sogar in mehreren. Vielleicht aber auch in keiner, und du hast trotzdem das Gefühl, nie genug Zeit zu haben – das könnte dann an einer Blockade im ersten, sechsten oder siebten Chakra liegen. Aber das ist eine andere Geschichte 😉

 

Wie entstehen Blockaden im dritten Chakra?

In jedem Menschen ist es angelegt, die eigene Einzigartigkeit zu erkennen, herauszuschälen und ihr Potenzial voll zu entfalten. Gleichzeitig gibt es von frühester Kindheit an das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und Zugehörigkeit und dem Wunsch nach Individualität, danach, sich als getrenntes und eigenständiges Wesen zu erfahren und den eigenen Willen durchzusetzen. Gelingt der Balance-Akt zwischen diesen beiden Polaritäten, entsteht ein gesundes Ego, das die persönliche Entfaltung unterstützt, statt sie zu sabotieren. Ich-Werdung im besten Sinne geschieht.

Gelingt die Integration dieser beiden scheinbar entgegengesetzten Bedürfnisse nicht, entsteht eine Blockade im dritten Chakra.

Die Ursache kann darin liegen, dass die Entwicklungsaufgaben des ersten und zweiten Chakras noch nicht bewältigt wurden – das bedeutet, dass es entweder an Urvertrauen fehlt oder an der Fähigkeit, mit dem Leben zu fließen.

Der häufigste Grund für eine Störung im dritten Chakra ist jedoch, dass die Eltern oder nahen Bezugspersonen den Individuationsprozess des Kindes nicht ausreichend gefördert oder ihn sogar unterdrückt haben.

Manche Eltern verhindern die wachsende Autonomie ihrer Kinder aus Ängstlichkeit oder Sorge heraus. Manche sind dem starken Willen ihrer Kinder nicht gewachsen und setzen keine Grenzen, oder sie sind emotional abwesend und bieten keine Reibefläche – dann kann das Kind nicht lernen, für etwas einzustehen, wenn nötig auch zu kämpfen. Es entwickelt nicht das nötige Durchhaltevermögen und die erforderliche Ausdauer, um seine Ziele zu erreichen.

Zum Glück ist es nie zu spät, um ein starkes, harmonisches drittes Chakra zu entwickeln!

Mit einem starken dritten Chakra nimmst du dich selbst wichtig – und bringst deine einzigartigen Kräfte und Fähigkeiten zum Erblühen!

 

Impulse zur Stärkung deines dritten Chakras findest du hier:

Wofür es sich zu kämpfen lohnt

7 Chakras: Eine heilsame Sequenz mit Yoga-Übungen und Affirmationen

[Yoga-Video]: Dynamische Chakra-Aktivierung

Manipura! Das Chakra für mehr Selbstbewusstsein

12 Wege zu mehr Selbstbewusstsein #1

12 Wege zu mehr Selbstbewusstsein #2

Virabhadrasana II – Sei die Heldin deines Lebens!

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Ich erinnere mich noch gut an eine Session bei meiner Körpertherapeutin vor einigen Jahren. Damals fühlte es sich an, als sei meine Mitte „leer“. Um den Nabel herum: nichts. Verbindung zwischen Herz- und Beckenraum? Kaum spürbar.

Heute ist das anders.

In meiner Mitte nehme ich ein kräftiges, lebendiges Strahlen, ein machtvolles, helles und freundliches Licht wahr. Ein Kraftwerk, das aus einer schier unversiegbaren Energiequelle gespeist zu werden scheint.

Meistens zumindest. Denn natürlich kommt es immer wieder vor, dass ich das Gefühl habe, mir bliebe keine Zeit für die Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Dann verzettle und zerfranse ich mich und finde keinen Fokus.

Doch ich merke immer früher, wann es eine Kurskorrektur braucht, und ich weiß immer besser, wie ich sie bewerkstelligen kann. Mir ist bewusst, wie wichtig es ist, meine Aus- und Schreibzeiten zuallererst zu planen – und alles andere drumherum. Es gelingt mir immer besser, meine Ziele im Auge zu behalten, gleichzeitig aber flexibel zu bleiben und sie manchmal auch bewusst hintanzustellen, wenn gerade etwas anderes dran ist. Außerdem habe ich eine Art internes Alarmsystem für Manipulationen und Energieräuber aller Art installiert.

Vor allem aber warte ich nicht mehr auf die gute Fee, die mir endlich Zeit schenkt, damit ich mich meinen zentralen Aufgaben widmen und das tun kann, was meinem wahren Wesen entspricht. Stattdessen bin ich meine eigene Glücksfee geworden.

Wenn das dritte Chakra stark ist, kann sich feenhafte Leichtigkeit ganz von selbst einstellen. Hörst du schon das glockenhelle Gekicher?

Und plötzlich hast du alle Zeit der Welt – für alles, was dir wirklich wichtig ist.

 

Big, wild love & let your Chakras rock!

Laya

Fotos: © shutterstock

Anregend wie der erste Schluck Kaffee.
Wohltuend wie die Morgensonne.
Nährend wie eine Umarmung.
 

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