Permission to be Powerful: Warum wir in Situationen bleiben, die uns nicht gut tun – und wie wir aus diesem Muster ausbrechen


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Wir bleiben, obwohl wir längst gehen wollen. Wir schweigen, obwohl wir sprechen wollen. Wir halten durch, obwohl unsere Grenze längst überschritten ist.

Warum?

Warum verharren wir wie gelähmt in Situationen, obwohl wir einfach gehen könnten?

Wieso bleiben wir, obwohl theoretisch alle Türen offen stehen?

Wieso wählen wir Leid und Schmerz, obwohl wir eigentlich (!) eine andere Wahl treffen könnten?

Und warum wissen wir oft ganz genau, was gut für uns wäre – und tun es trotzdem nicht?

Die Antwort besteht aus genau zwei Worten:

Erlernte Hilflosigkeit.

Als ich das erste Mal von diesem psychologischen Phänomen gehört habe, hat etwas in mir laut „Hallelujah!“ gerufen.

Denn endlich hatte ich einen Namen für das, was ich so oft in meinem Leben empfunden hatte.

Und endlich war klar:

Wenn die Hilflosigkeit erlernt ist, können wir sie auch verlernen.

Und dann erkennen wir:


Wir waren gar nicht hilflos. Wir waren nur verlernt machtvoll.

Erlernte Hilflosigkeit: Das Hunde-Experiment

Die Geschichte der erlernten Hilflosigkeit beginnt – Überraschung – nicht besonders schön. Martin Seligman, der Gründervater der Positiven Psychologie, führte in den 1960er Jahren ein Experiment durch, das ebenso brutal wie aufschlussreich war:

Hunde wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt Stromschläge, konnte sie aber durch Drücken eines Hebels abstellen. Die zweite Gruppe erhielt dieselben Stromschläge, hatte aber keine Möglichkeit, den Schmerz zu beenden. Die dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe und erhielt keine Stromschläge.

Dann kam Phase zwei: Alle Hunde wurden in eine Box gesetzt, die durch eine niedrige Barriere in zwei Hälften geteilt war. Auf einer Seite gab es Stromschläge, auf der anderen nicht. Die Barriere war so niedrig, dass alle Hunde mühelos darüber springen hätten können.

Und hier wird es interessant:

Die Hunde aus der ersten Gruppe sprangen sofort über die Barriere – sie hatten gelernt, dass sie Einfluss nehmen konnten. Dass sie Macht hatten.

Die Hunde aus der Kontrollgruppe sprangen ebenfalls.

Nur die Hunde aus der zweiten Gruppe blieben sitzen und erduldeten den Schmerz.

Sie erlitten die Stromschläge passiv, obwohl der Ausweg direkt vor ihrer Nase lag – und obwohl sie beobachten konnten, wie die anderen Hunde sich aus ihrem Leid befreiten.

Genau das ist erlernte Hilflosigkeit.

Und bevor du jetzt denkst: „Zum Glück bin ich kein Hund!“ – warte ab.

Warum intelligente Frauen im Schmerz bleiben – und in einem viel zu kleinen Leben feststecken

Wir gehören zu einer Generation von Frauen, die theoretisch mehr Freiheit hat als alle Generationen davor. Unsere Großmütter und Mütter waren oft von ganz realen, massiven Gitterstäbe umgeben:

Gesellschaftliche Zwänge, finanzielle Abhängigkeit, mangelnde Bildungschancen, patriarchale Strukturen.

Heute leben wir in anderen Strukturen. Ein Großteil der Gitterstäbe ist verschwunden – aber in unseren Köpfen sind sie noch da.

Und so verhalten wir uns dann auch – als wären wir in einem echten Gefängnis. In Wirklichkeit aber sind wir nur in unsichtbaren Konditionierungen gefangen, in mentalen und emotionalen Konstrukten.

👉 Vielleicht fährst du nicht allein auf Urlaub, weil etwas in dir denkt, das geht nicht ohne deinen Partner – und langweilst dich lieber mit ihm, als Spaß allein oder mit Freundinnen zu haben.

👉 Vielleicht versuchst du, eine superfürsorgliche Mutter zu sein, die ihre Kinder bekocht und die schönste Torte für die Geburtstagsparty verziert – obwohl du Tortenverzieren in Wirklichkeit hasst.

👉 Vielleicht blockierst du dich unbewusst dabei, deinen eigenen Wohlstand aufzubauen, weil etwas in dir unbewusst noch immer glaubt, dass du das als Frau nicht allein kannst. Oder dass du dich unbeliebt machen und Neider:innen auf dich ziehen würdest, wenn du es tust.

👉 Vielleicht schweigst du und beißt dir auf die Lippen, statt deiner Mitarbeiterin oder Kollegin zu sagen, dass die Qualität ihrer Arbeit nicht deinen Standards entspricht (und du deshalb ständig ihre Fehler ausbessern musst).

👉 Vielleicht übernimmst du völlig selbstverständlich Verantwortung für das emotionale Wohlbefinden anderer – und kommst gar nicht auf die Idee, dass das überhaupt nicht dein Business ist.

👉 Und vielleicht bleibst du einfach nur im Bus neben einer übel riechenden Person sitzen, obwohl du ganz easy den Sitzplatz wechseln könntest.

Kleine und große Beispiele von selbst gewähltem Schmerz, Leid und einem viel zu engen Leben.

Und hinter all dem steckt sie:

Die erlernte Hilflosigkeit.

Die Legoland-Erleuchtung: Wenn die eigene Folter optional ist

Ich erinnere mich an einen Tag im Legoland – vor langer Zeit. Mein Sohn war damals vielleicht 8 oder 9 – und ich dachte, als gute Mutter muss ich ihm ein tolles Erlebnis ermöglichen.

Er: Völlig begeistert von der bunten Plastikwelt.

Ich: Als wäre ich in einer Folterkammer gelandet.

Mein Energielevel sank ins Bodenlose, ich fühlte mich wie eingefroren – und die Option, einfach zu gehen, schien irgendwie außer Reichweite.

Doch dann kam dieser glasklare Gedanke: „Laya, was MACHST du hier? Du bist freiwillig hierher gekommen, du musst hier nicht aushalten, verharren, leiden!“

Das war meine Legoland-Erleuchtung.

Und tatsächlich: Die Welt ging in keiner Weise unter, als wir einfach gingen – nicht mal die meines Sohnes. Im Gegenteil: Er spricht noch heute davon, wie wir stattdessen gemeinsam am Hotelbett lümmelten, Kekse verspeisten und Fernseh-Serien anschauten.

Versteh mich nicht falsch:

Es spricht überhaupt nichts dagegen, als Mutter manchmal deinen Kindern zuliebe etwas zu tun, das dir selbst keinen Spaß macht.

Die Frage ist:

Hast du das Gefühl, die Wahl zu haben? Entscheidest du aus freien Stücken? Und magst du die Gründe für deine Entscheidung?

Wie dein Gehirn dich in der Hilflosigkeit festhält (und wie du das änderst)

Unser Gehirn ist eine fantastische Mustererkennungs-Maschine. Es lernt aus Erfahrungen und zieht Schlussfolgerungen, um uns in Zukunft schneller und effizienter zu machen.

Sprich: Es „lernt“ die Hilflosigkeit.

Und es generalisiert.

Deine neuronalen Netzwerke, die für Motivation, Problemlösung und Entscheidungsfindung zuständig sind, haben mehr oder weniger „aufgegeben“.

Wenn du als Kind gelernt hast, dass deine Bedürfnisse nicht zählen, dass Widerspruch zwecklos ist oder sogar bestraft wird, dass es sicherer ist zu schweigen, als zu sprechen, dann ist das als unbewusstes Betriebssystem in dir gespeichert – obwohl die äußeren Umstände sich längst verändert haben.

Sehr oft liegen die Ursachen nicht mal in deiner eigenen Kindheit, sondern in kollektiven Programmen. Frauen verdienen weniger, egal, wie sehr sie sich anstrengen. Vor einigen Jahrzehnten durften sie noch nicht mal ein Konto eröffnen oder sich ihren Nachnamen aussuchen, wenn sie heirateten. Und vor einigen Jahrhunderten wurden sie als Hexen verbrannt, wenn sie sich weigerten, sich unterzuordnen.


Aber nun die viel wichtigere Frage: Wie verlernen wir diese Hilflosigkeit wieder?


Zuerst mal dürfen wir uns bewusst machen, welches Programm da eigentlich abläuft, und uns achtsames Selbstmitgefühl schenken.

Und dann dürfen wir gezielt neue Erfahrungen machen – und nach Beweisen dafür suchen, dass die alten Regeln nicht mehr gelten.

Das funktioniert am besten mit Baby Steps: Wir sprechen hier nicht unbedingt von „Kündige deinen Job und zieh nach Bali.“ (Obwohl auch das ein grandioser Akt der verlernten Hilflosigkeit sein könnte …)

Für den Anfang ist „Steh auf und setz dich woanders hin, wenn dir der Geruch hier nicht passt“ völlig ausreichend.

Jede neue Erfahrung von „Ich habe gehandelt und es ist gut ausgegangen“ schreibt ein neues neuronales Programm. Jeder kleine Akt der Selbstermächtigung schreibt neue Spuren in deine neuronalen Netzwerke.

Und mit der Zeit überschreibt das neue Programm namens „Selbstwirksamkeit“ die veraltete Software der Hilflosigkeit.

Die Angst vor der eigenen Macht (und wie wir sie transformieren)

„Die meisten Menschen geben ihre Macht auf, indem sie denken, sie hätten keine.“
~ Alice Walker



Irgendwann beginnen wir zu ahnen, dass wir viel mehr Macht haben, als wir dachten.

Und dann?

Dann bekommen wir es mit der Angst zu tun.

Angst davor, das Leben wirklich selbst gestalten zu können.

Angst davor, dass es wirklich funktionieren könnte.

Und Angst davor, die volle Verantwortung für uns selbst übernehmen zu müssen.

Die Angst vor ihrer eigenen Macht ist eine der größten Fallen für Frauen.

Und wenn wir es dann doch wagen, in unsere Eigenmacht einzutreten, und erkennen:

„Es funktioniert wirklich! Ich habe Einfluss! Ich kann mich durchsetzen!“ – dann passiert oft etwas Eigenartiges:

Wir würden am liebsten wieder einen Rückzieher machen. Lieber wieder zurückkriechen in das alte Gefängnis, in die gewohnte Hilflosigkeit. Manchmal sabotieren wir uns auch selbst, schneiden uns ab von unserer neu erworbenen Selbstermächtigung.

Warum?

Weil unser inneres Thermostat uns in den gewohnten „State“ zurückholen will. Weil Teile von uns die Panik kriegen, wenn sich etwas so grundlegend verändert. Weil unsere Identität, unser inneres Narrativ sich noch nicht an die neue Freiheit angeglichen haben – und uns wie ein Gummiband zurückziehen wollen in das vertraute Elend.

Doch hier kommt Deep Journaling ins Spiel.

Mit Deep Journaling raus aus der erlernten Hilflosigkeit – und rein in die Selbstwirksamkeit

Mit den richtigen Journaling-Techniken überschreibst du die alten neuronalen Pfade der Hilflosigkeit und bringst deinem Gehirn und deinem Nervensystem bei, sich sicher zu fühlen mit Macht und Einfluss.

Und: Du kannst auf dem Papier „probehandeln“. So gewöhnt sich dein System schon mal an die neue Freiheit, und gerät nicht in Panik, wenn du dich dann tatsächlich anders verhältst als früher – und die Früchte deiner Selbstwirksamkeit erntest.

Lade dir die kostenlosen Guides herunter – oder schau gleich rein ins „Best Possible Self“ Mini-Training!

Ein Plädoyer für ein freieres Leben

„Warum bleibst du im Gefängnis, wenn die Tür so weit offen ist?“
Rumi

Es war schon tragisch genug, dass unsere Mütter und Großmütter so oft nicht die Freiheit hatten, ihr volles Potenzial zu leben.

Aber noch viel tragischer ist es, dass wir diese Freiheit haben – und dennoch in den alten Gefängnissen bleiben.

Es ist eine solche Verschwendung.

Von Lebenszeit, Lebendigkeit, Potenzial, Möglichkeiten.

Und:

Wie wir heute entscheiden, wirkt sich unmittelbar auf die nächsten Generationen aus.

Lass uns diese Macht nutzen. Lass uns diese Freiheit auskosten.

Lass uns wirklich leben – frei, weit und machtvoll.

Lass uns die Gitterstäbe im Kopf wegzaubern.

Und die Hilflosigkeit ein für allemal verlernen.

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