Worte kreieren Welten. Welche Worte du denkst, sagst und schreibst, formt deine neuronalen Strukturen. Beeinflusst deine Wahrnehmung, deinen Stresslevel – und die Art und Weise, wie du die „Realität“ wahrnimmst.
Worte sind ein unsichtbarer Zauberstaub, mit denen du dein Gehirn neu verschalten kannst.
Die Frage ist: Nutzt du diesen Zauberstab gezielt? Arbeitet er für dein bestes Leben oder dagegen?
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Worte verändern dein Gehirn: Die Neurobiologie dahinter
Negative Worte aktivieren dein Stresssystem
Schon das Lesen oder Hören eines negativen Wortes aktiviert deine Amygdala – das Angstzentrum deines Gehirns. Dein Körper schüttet Stresshormone wie Cortisol aus, dein Nervensystem schaltet in den Überlebensmodus.
Positive Worte bauen neue neuronale Pfade
Bewusst positive, selbstermächtigende Worte aktivieren den präfrontalen Cortex – zuständig für rationales Denken, Kreativität und Problemlösung. Gleichzeitig werden Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin ausgeschüttet.
Wiederholung = Neuroplastizität
Dein Gehirn arbeitet nach einem einfachen Prinzip: Was du wiederholst, wird verdrahtet. Negative Selbstgespräche bauen neuronale Autobahnen des Selbstzweifels. Ermächtigende Sprache erschafft neue Pfade der Selbstwirksamkeit. Und: Je stärker ein Wort emotional aufgeladen ist, desto stärker wird es im Gedächtnis abgespeichert.
„Ein einziges negatives Wort kann die Produktion von stressregulierenden Hormonen beeinflussen und die Gehirnzentren aktivieren, die für Angst und Sorge zuständig sind.“
Dr. Andrew Newberg (Neurologe und Autor von „Words Can Change Your Brain“)
Worte wirken auf deinen Stresslevel
Negative Worte → Cortisol-Ausschüttung → Fight-or-Flight-Modus
Dein Herzschlag beschleunigt sich, Muskeln verspannen, Tunnel-Denken setzt ein. Langfristig führt das zu Erschöpfung, Entzündungen, geschwächtem Immunsystem.
Positive Worte → Aktivierung des Parasympathikus → Rest-and-Digest-Modus
Dein Körper entspannt sich, die Atmung wird tiefer, der Geist öffnet sich für Lösungen. Langfristig führt das zu mehr Resilienz und Gesundheit.
Ein praktisches Beispiel:
„Das ist eine Katastrophe.“ → Dein Gehirn hört: Gefahr. Sofortige Stressreaktion.
„Das ist herausfordernd, und ich finde einen Weg.“ → Dein Gehirn hört: Lösungspotenzial und aktiviert den präfrontalen Cortex.
3 Worte, die du aus deinem Wortschatz streichen solltest
1. „Notfalls“
„Notfalls“ aktiviert präventiv Stressreaktionen.
Besser: „Alternativ“ oder „Eine weitere Option ist…“
→ Shift von „Not“ zu „Möglichkeiten“.
2. „Unglücklicherweise“
Dieses Wort rahmt jede Situation als negativ oder dramatisch – selbst wenn sie neutral, lehrreich oder im Grunde ganz banal ist.
Besser: „Interessanterweise“ oder „Spannenderweise“
→ Shift von Opfer-Narrativ zu Entdecker-Narrativ.
3. „Immer“ und „Nie“
Diese Absolutwörter zementieren Identitäten oder Verhaltensweisen als unveränderbar. Sie generalisieren und blockieren Neuroplastizität.
Besser: „Oft“, „manchmal“, „bisher“, „in der Vergangenheit“
→ Shift von fixer Identität zu veränderbarem Muster.
Beispiele:
„Ich bin immer so chaotisch“ → „Ich war bisher oft unorganisiert“
„Ich schaffe das nie“ → „Das ist mir bisher schwergefallen“
3 Sätze, die du ersetzen solltest
1. „Ich habe keine Zeit.“
Du hast Zeit – du setzt nur andere Prioritäten. Aber dein Gehirn hört: „Ich bin machtlos, kontrolliert von äußeren Umständen.“
Alternative:
„Das ist mir gerade nicht wichtig genug.“ oder „Ich entscheide mich, meine Zeit anders zu nutzen.“
Beispiel:
„Ich habe keine Zeit für Krafttraining.“
„Krafttraining hat im Moment keine Priorität – aber das kann sich jederzeit ändern.“
2. „Das kann ich mir nicht leisten.“
Problem: Schließt Möglichkeiten kategorisch aus und aktiviert Mangel-Denken. Dein Gehirn stoppt jede kreative Suche nach Lösungen.
Alternative:
„Das ist gerade keine Priorität in meinem Budget.“ oder „Wie könnte ich das möglich machen?“
Beispiel:
„Ich kann mir diesen Kurs nicht leisten.“
„Wie könnte ich es mir ermöglichen? Ratenzahlung? Ein anderer Kurs? In 3 Monaten?“
3. „Ich muss…“
Problem: „Müssen“ aktiviert Widerstand und Druck. Dein Gehirn rebelliert gegen Zwang – selbst wenn du dir den Zwang selbst auferlegst. Du gibst Kontrolle ab an äußere Umstände.
Alternative:
„Ich entscheide mich…“ oder „Ich beabsichtige“ oder „Ich will…“
→ Shift von externer Kontrolle zu Selbstbestimmung.
Beispiel:
„Ich muss heute noch diese Präsentation fertig machen.“
„Ich entscheide mich, heute die Präsentation fertig zu machen, weil mir das wichtig ist.“
3 Deep Journaling Techniken für dein Rewiring
Die „Big 4“ – Eine einfache Glückspraxis
Die Big 4 rufen Dankbarkeit, Freude und andere positive Gefühle in dir hervor. Sie stärken deine Selbstwirksamkeit und dein Selbstbewusstsein.
Positive Journalling nach Megan Hayes
Die klassischen positiven Emotionen aus der Positiven Psychologie – verknüpft mit kreativen Journaling-Prompts.
Liste der Worte, die dich glücklich machen
Schreib eine Liste mit mindestens zehn Worten, die in dir ein gutes Gefühl auslösen wie Meerblick, Zimtschnecke, Federleicht, Tanzen, Lachen, Durchatmen, Sommernacht, Abenteuer, Geborgenheit
Lies diese Liste regelmäßig – gleich am Morgen, oder wann immer du einen Glücks-Boost brauchen kannst.
Erweitere die Liste immer wieder!
➡️ Kostenlose “Rewrite & Rewire” Masterclass
✍️ Mindset Makeover Guide (inklusive „Big 4“)
✍️ Deep Journaling Session: „Joy on Paper – Schreib dich positiv!“
(Positive Journaling nach Megan Hayes – aus der Inside Membership)
Deine Worte sind ein mächtiges Rewiring-Tool
Worte sind niemals neutral. Sie beeinflussen deinen Stresslevel, dein Gedächntis und deine Lösungskompetenz – und sie verändern deine neuronale Architektur.
Die gute Nachricht: Du hast Kontrolle über deine Sprache. Mit Deep Journaling verankerst du positive Sprachmuster und bringst deinem Gehirn Selbstwirksamkeit, Glück und Erfolg bei.