5 Irrtümer über Berufung

Jan 18, 2019

Vergangenes Wochenende beim Tanzen. Die Welle schon im Ausklingen, die stürmischen Rhythmen vorbei, sanfte Klänge laden zu stillen, feinen Bewegungen ein. Doch dann legt Beatrice,  meine Lieblings-Tanz-Magierin,  nochmal nach und ruft uns mit kraftvoller, dynamischer Musik dazu auf, unsere Wünsche Mutter Erde mitzuteilen – mithilfe unserer Füße. Sie ermutigt uns, unsere Träume in den Boden  zu stampfen. Unsere Visionen für uns selbst und für die Menschheit zu tanzen.

{Ja, so geht das. Wir können unsere Wünsche ganz still und ohne Worte äußern – das ist die Sprache des Himmels. Aber wir können sie auch laut und energisch zum Ausdruck bringen – das ist die Sprache der Erde. Sie liebt es, wenn wir das tun.}

Also stampfen wir mit Nachdruck, 46 tanzende Menschen und ich, an einem kalten Sonntagvormittag zu Beginn des Jahres. Und augenblicklich steigt in mir ein Wunsch auf: Nichts wünsche ich mir in diesem Moment sehnlicher, als dass kein Mensch tagein, tagaus eine Arbeit tun muss, die ihn körperlich oder seelisch auslaugt, unglücklich oder sogar krank macht. Nichts wünsche ich mir mehr, als dass wir alle das tun können, was unser Herz zum Singen bringt. Was sich richtig, sinnvoll und stimmig anfühlt. Dass wir alle jenen SWEET SPOT finden, an dem sich das, was wir gerne tun, mit dem vereint, was die Welt braucht.  

Mehr leben – leichter sterben? 

Wahrscheinlich ist dieser Wunsch beim sonntäglichen Tanzen deshalb so präsent, weil ich tags zuvor einer spirituellen Lehrerin eine Frage gestellt habe, die mich immer wieder beschäftigt. Beim Satsang (*) mit dieser Lehrerin kam die Sprache darauf, dass manche Menschen „leicht“ sterben und andere nicht. Also habe ich – nach einigem inneren Zögern – das Mikro in die Hand genommen und gefragt, ob es sein könnte, dass uns das Sterben besonders schwer fällt, wenn wir uns selbst verfehlt haben. Wenn wir an unserer Berufung vorbeigelebt haben. Wenn wir unser wahres Wesen und unsere zentralen Lebensaufgaben nicht erkannt haben.

{* Ein Satsang ist ein Treffen mit einem spirituellen Lehrer, bei dem die SchülerInnen zu höheren Einsichten finden sollen. Hat in diesem Fall geklappt, würde ich sagen😊}

Meine Stimme hat gezittert, während ich diese Worte ausgesprochen habe. Nicht nur wegen des Mikros und der vielen Menschen im Raum. Sondern auch, weil mir dieses Thema so wichtig ist.

Mir schien, als wäre die Lehrerin etwas ungeduldig geworden angesichts meiner Frage – aber vielleicht lag es auch nur daran, dass es knapp vor der Mittagspause war und ihr schon der Magen knurrte.

Jedenfalls antwortete sie sinngemäß, dass „Berufung“ heutzutage überbewertet würde. Dass die Menschen überhaupt erst seit 50 oder 100 Jahren die Freiheit hätten, sich einen Beruf auszusuchen – und so gesehen müssten früher alle todunglücklich gewesen sein. Dass wir uns nicht von Coaches und BeraterInnen einreden lassen sollten, unser Glück hänge davon ab, welcher Arbeit wir nachgehen. Dass wir uns nicht selbst unter Druck setzen sollten mit unserer Suche nach Berufung. Viel wichtiger, so sagte sie, sei es, dass wir an Blumen riechen. Dass wir Tee trinken. Und die Vögel singen hören. DARAUF käme es an. Nicht auf das WAS – sondern auf das WIE.

Die Männer und Frauen rund um mich nickten zustimmend. „Nicht tun, was du liebst, sondern lieben, was du tust – DAS ist mein Motto“, bekräftigte eine blonde Frau aus dem Publikum. 

Da bin ich ganz still geworden und habe nicht weitergefragt. Nicht nur, weil ich niemanden vom wohlverdienten Mittagessen abhalten wollte – sondern auch, weil mich das alles sehr, sehr nachdenklich gemacht hat.

Wie immer, wenn etwas in Frage gestellt wird, woran ich wirklich, wirklich glaube, suche ich in meinem Herzen nach einem weiten „Sowohl als auch“, statt mir mein kleines Gehirn mit einem engen „Entweder oder“ zu zermartern.

Und tatsächlich: Ich habe viel Wahres in dem gefunden, was die Lehrerin gesagt hat. Dennoch vermochte nichts davon meine Überzeugung ins Wanken bringen, dass jeder Mensch so etwas wie eine Berufung in sich trägt.

Natürlich können wir uns unheimlich viel unnötigen Stress damit machen, unbedingt genau DIE eine Berufung finden und zu 100 Prozent genau DAS tun zu wollen, was in unserer zone of genius liegt. Jeden Tag einen perfekten Tag haben zu wollen, der das pure Vergnügen ist und an dem alles fließt und flowt und wir in jeder Sekunde mit voller Leidenschaft bei der Sache sind.

Natürlich macht es keinen Sinn, unser ganzes Lebensglück davon abhängig zu machen, ob wir nun unsere Berufung zum Beruf gemacht haben oder nicht.

Natürlich kommt es auf das WIE an. Wenn ich lieblos und unachtsam mit den Dingen umgehe, wenn ich ständig durch die Gegend hetze und – nur so aus Prinzip – immer an allem etwas auszusetzen habe, dann ist es tatsächlich völlig egal, WAS ich tue. Dann werde ich immer unzufrieden sein, egal, ob ich 9-to-5 in einem miefigen Büro sitze und mir die Augen mit Bildschirm-Arbeit verderbe oder in einer paradiesischen Finca im sonnigen Süden Yoga unterrichte.

Und natürlich stimmt es auch, dass sich vor 100 Jahren kaum jemand seine Arbeit aussuchen hätte können.

Aber vor 100 Jahren durften Frauen auch nicht wählen.

Und ich möchte weder das eine noch das andere wiederhaben.

Ich bin heilfroh darüber – und das stampfe ich jederzeit gerne mit Nachdruck in den Boden -, dass wir heute so viele Möglichkeiten und Chancen haben, wohl wissend, mit wie vielen Herausforderungen diese Freiheit verbunden ist.

Das nennt man Evolution. Mehr Bewusstheit. Mehr Potenzial. Mehr Verantwortung.

Ich glaube, wir können an Blumen riechen, uns am Sonnenaufgang erfreuen, den Mond beobachten, der lautlos am Himmel steht, wir können die Vögel singen hören … UND unserem inneren Ruf folgen.

Ich glaube sogar, dass das eine das andere begünstigt – wenn nicht sogar erst ermöglicht.  

Je mehr wir von Augenblick zu Augenblick präsent sind und uns mit dem Leben rund um uns verbinden, desto stiller können wir werden, und desto deutlicher vernehmen wir den inneren Ruf. Und je mehr wir so leben und arbeiten, wie es diesem Ruf entspricht, desto mehr fällt die Rastlosigkeit von uns ab, und unser Herz öffnet sich für die Schönheit und den Zauber der einfachen Dinge.

 „Nichts ist so gesundheitsschädlich wie ein ungelebtes Leben“, habe ich kürzlich in diesem Interview gelesen.

Ich glaube, dass es genau darum geht: ein GELEBTES Leben zu führen. Das auszudrücken und zu tun, was von unserem innersten Wesen gelebt werden möchte. Und das ist mit Sicherheit für jeden Menschen etwas anderes.

Vielleicht liegen die spirituelle Lehrerin (mit ihrer Abneigung gegen „Berufung“) und ich (mit meiner Liebe zur „Berufung“) gar nicht so weit auseinander. Vielleicht müssen wir einfach nur ein paar Missverständnisse aus dem Weg räumen.

 

Irrtum # 1: Es gibt DIE EINE Berufung

Das ist ein Punkt, der mich früher wahnsinnig gemacht hat. Sooo gern hätte ich auf die Frage, was ich denn so mache, geantwortet: „Ich bin … XYZ“. Yogalehrerin. Oder Journalistin. Oder Autorin. Eine Zeit lang habe ich mich mangels einer treffenderen Bezeichnung „Inspirateurin“ genannt. Aber nichts davon hat jemals wirklich gestimmt.

Immer wieder gab es in meinem Leben Momente, in denen ich dachte: „HA! Jetzt hab ich’s! Juhu, jetzt weiß ich, was meine Berufung ist!“ In Wahrheit aber hat sich in diesen Momenten immer nur EINE Facette gezeigt – und ich hielt sie für das ganze Bild.

Früher dachte ich, Yoga, Tanz und Meditation zu unterrichten sei genau MEIN DING. Das glaube ich schon lange nicht mehr. Längst ist ein neuer, ein tieferer Ruf aufgetaucht. Das bedeutet nicht, dass irgendetwas von dem, was früher war, falsch gewesen wäre – es war nur bei weitem nicht die ganze Wahrheit.   

Manchmal erleben wir es als einen Bruch in unserer Biografie, wenn etwas, das früher stimmig war, plötzlich nicht mehr stimmt. Wir glauben dann vielleicht sogar, wir hätten uns geirrt, oder uns selbst verraten. Aber von außen betrachtet (und rückblickend gesehen) war vieles von dem vielleicht einfach nur eine Art Vorbereitung. Vielleicht waren es einfach wichtige Lehrjahre. Wir haben Erfahrungen gemacht, uns entwickelt, vieles integriert, uns immer mehr entfaltet … und irgendwann zeigt sich ein größeres Bild. Und dann ein noch größeres. Und ein noch größeres – beziehungsweise kommt eine neue Dimension dazu.

Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch.

~ George Bernhard Shaw

Ich werde bald 46, und erst jetzt fügt sich vieles zusammen und findet seinen Platz. Die Liebe zu den Menschen. Die Liebe zur Sprache. Die Lust an Entfaltung. Die tief empfundene Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit. Die Faszination für Zahlen und neue Technologien. Der Wunsch, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen sich willkommen fühlen und aufblühen können – egal, ob es ein „echter“ Ort ist oder ein virtueller.

Im Moment fühlt sich das alles super rund und stimmig an. Aber ich bin ziemlich sicher, dass es erst der Anfang von etwas ist, von dem ich heute bestenfalls ahne, worum es sich handeln könnte.

Ich glaube, es gibt sie nicht, DIE EINE Berufung. Es gibt nichts, das man in eine Schublade stecken oder auf das man ein Etikett kleben könnte. Aber es gibt so etwas wie ein übergeordnetes Lebensthema. Einen roten Faden. Einen Ruf, der GENAU UNS meint – und dem wir folgen sollten.

Irrtum # 2: Wenn du deine Berufung gefunden hast, geht alles ganz leicht

Solange wir nicht unserer inneren Wahrheit folgen, fühlt sich oft alles mühsam, zäh und anstrengend an.

Wenn wir unserer inneren Wahrheit folgen, fühlt sich noch immer alles mühsam, zäh und anstrengend an – manchmal zumindest 😊.

Aber da gibt es einen großen Unterschied. Denn Anstrengung ist nicht gleich Anstrengung, und Mühe ist nicht gleich Mühe.  

Der Unterschied, den ich meine, ist das Gefühl von SINN. Das Gefühl, dass die Richtung stimmt. Und das zeigt sich ganz oft in Form von Flow-Erlebnissen und Synchronizitäten.

Aber einfach? Mühelos? Schön wär’s.

Du musst dir das so vorstellen: Wenn du auf gut begehbaren Wegen unterwegs bist, auf denen vor dir schon tausend andere gegangen sind, und an denen alle hundert Meter ein Schild steht, das dir eindeutig die Richtung weist, dann ist das … vielleicht ein wenig langweilig. Vielleicht ein wenig zäh. Aber es fühlt sich immerhin sicher und geradlinig an. Wenn dich das glücklich macht – geh weiter! Es spricht nichts dagegen – es ist reine Typfrage. Ich meine das ernst! Tu, was dich glücklich macht. (Es könnte sogar sein, dass ich dich manchmal darum beneide, dass dich ein solches Leben glücklich macht.)

Immer schön den Highway entlang? Wenn es dich glücklich macht - tu es!

Immer schön den Highway entlang? Wenn es dich glücklich macht – tu es!

 

Wenn du aber zu jenen Menschen gehörst, die sich magisch angezogen fühlen von unbekanntem Terrain, von erhabenen Gipfeln, von wackeligen Brücken, von denen niemand weiß, was auf der anderen Seite wartet, dann …. Ja dann bist du Pionierin. Pionierin zu sein ist riskant. Und anstrengend. Du wirst über dich, deine Ängste und dein Sicherheitsbedürfnis hinauswachsen müssen. Aber das wirst du auch wollen – immer mehr. Und du wirst dich immer mehr auf jene Momente freuen, in denen du überrascht feststellst: „Wooooow, DAS steckt also auch in mir!“

Du musst dich aber auch darauf gefasst machen, dass dieser Weg streckenweise einsam sein wird. Und darauf, dass du sehr intime Bekanntschaft mit deinen inneren Saboteuren, Blockaden und Schatten machen wirst. Aber du wolltest es ja nicht anders. HELL YEAH!

Irrtum #3: Berufung hat etwas mit Beruf zu tun

Es gibt Menschen, die gehen einem stinknormalen Job nach und leben ihre Berufung ausschließlich in der Freizeit. Auf diese Weise stillen sie ihr Sicherheitsbedürfnis, und trotzdem machen sie IHR DING.  

Es gibt auch Menschen, die die Qualität ihrer Berufung in ihren Brötchenjob einbringen, obwohl der oberflächlich gesehen dieser Berufung oft sogar diametral gegenübersteht. Eine meiner Kolleginnen ist zum Beispiel super-intuitiv, fühlig und warmherzig. Arbeitet sie als Heilerin? Als Energetikerin? Als Coach?  Nein. Sie ist Controllerin in einem großen Konzern. Aber sie schafft es irgendwie, ihre feinsinnigen Gaben in diese Arbeit einzubringen.  Sie schafft nicht nur den Spagat, sondern verbindet diese beiden Welten sogar – und findet Ausgleich, indem sie einmal die Woche Yoga unterrichtet. Ich bewundere sie dafür. 

Business und Buddha - warum nicht?

Buddha und Business – warum nicht?

 

Du musst deine Berufung nicht unbedingt zum Hauptberuf machen – zumindest nicht sofort. Alles darf reifen, sich immer wieder wandeln, und sich in den unterschiedlichsten Formen zeigen.

Irrtum #4: Du solltest nach deiner Berufung suchen

Ich erlebe immer wieder Menschen, die unzufrieden sind mit dem, was sie tun, wie sie leben, mit ihrer Umgebung, mit ihrer Beziehung und überhaupt mit allem. Dann suchen sie krampfhaft nach ihrer Berufung – und weil diese sich (siehe Irrtum #1) einfach nicht greifen oder in Worte fassen lässt, oder weil diese Menschen tausend Ideen haben und sich für keine davon entscheiden können, tun sie erst mal … NICHTS.

Schade. Denn eine Berufung findet man nicht, indem man darüber nachdenkt, sondern indem man Erfahrungen macht. Ausprobiert. Lernt. Manche dieser Erfahrungen sind nur dazu da, damit wir erkennen: Okaaaay, DAS ist es definitiv NICHT.  

Irgendwann, während wir – meist alles andere als geradlinig – weitergehen, zeigt sich dann der rote Faden. Wichtig ist nur, dass wir nicht aufgeben und ins alte Fahrwasser zurückkehren, nur weil sich nicht sofort alles super stimmig anfühlt. Dass wir nicht aufhören, dem inneren Ruf zu vertrauen. Er weiß, was wir lernen müssen, um irgendwann dort, wo wirklich unser Platz ist, mit unserer ganzen Kraft und Weisheit wirken zu können.

Frag nicht, was die Welt braucht. Frag dich, was dich lebendig macht, dann geh raus und tu es. Denn was die Welt braucht, das sind Menschen, die lebendig geworden sind.
~ Howard Thurman

Irrtum #5: Bei deiner Berufung geht es um dich

Bevor ich die yogalounge gegründet habe, habe ich mir gefühlte 108 Immobilien angeschaut. Bei zweien davon war ich knapp davor, den Mietvertrag zu unterschreiben – aber dann wurde nichts daraus.

Und weißt du was? Innerhalb weniger Monate eröffneten in genau diesen Räumlichkeiten zwei andere Yogastudios.

Sieht so aus, als hätte der große Weltengeist den Yoga-Atem dorthin gehaucht, und irgendjemand hat sich zur Verfügung gestellt, um zu verwirklichen, was sich der Geist der Zeit für diese Räume ausgedacht hatte. Genauso, wie ich mich der yogalounge zur Verfügung gestellt habe.

Ich glaube, es ist viel weniger persönlich, als wir denken. ETWAS will entstehen. ETWAS will in die Welt kommen. Vielleicht ist es ein Bild oder eine Skulptur. Vielleicht ist es ein Menschenkind. Vielleicht ist es ein Blog oder ein Buch. Vielleicht ist es ein Event in einem Penthouse oder eine Krankenstation in den Bergen Nepals.

Du spürst den Ruf. Du stellst dich zur Verfügung. Etwas kommt DURCH DICH in die Welt. Und das bedeutet, dass du dein Ego beiseite lassen musst. Das bedeutet, dass du bereit sein musst, das Baby, das durch dich geboren werden wollte, auch wieder loszulassen. Klar, du hast einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass es da ist – aber es gehört nicht dir.

Paradoxerweise bedeutet den eigenen Weg zu gehen oft, unsere persönlichen Vorstellungen loszulassen. Manchmal müssen wir AUS dem Weg gehen, um unseren Weg zu gehen. Empfangen, austragen und gebären wie bei einem leiblichen Kind. Nur aus dir selbst heraus kannst du kein Kind (er-)zeugen – auch kein geistiges. Es braucht mehr als dich. Aber es braucht AUCH dich.

Berufung. Welchen Ruf hörst du, tief in deinem Inneren? Wozu ruft das Leben dich auf?

Bestimmung. Was fühlt sich STIMMIG an – jetzt, in diesem Moment, in dieser Lebensphase?

Bejahung. Kannst du Ja dazu sagen? Kannst du akzeptieren, dass dich der Ruf vielleicht ganz woanders hinbringt, als du ursprünglich dachtest?

Es ist eine radikale Entscheidung, diesem Ruf zu folgen.

Radikal, aber gesund.

Ob wir wirklich leichter sterben, wenn wir nicht allzuviel ungelebtes Leben zurücklassen? Ich weiß es nicht.

Was ich weiß ist, dass ich mir wünsche, dass sich niemand mehr eine Arbeit, die ihm nicht entspricht, mit „Na gut, wenn ich schon nicht tun kann, was ich liebe, dann liebe ich eben, was ich tue“ schönreden muss. Ich wünsche mir, dass unsere Gaben und Talente nicht verkümmern, sondern sich entfalten und die Welt bunter, reicher, lebendiger und liebevoller machen.

Berufung kann vieles sein, auch jenseits von Arbeit und Beruf. Deine Bestimmung kannst du in vielen Formen verwirklichen. Hauptsache, du fühlst dich dabei lebendig!

Ach, und nicht vergessen: Tee trinken und den Vögeln lauschen. Das auf jeden Fall!  

Ich möchte kein ungelebtes Leben sterben.
Ich werde nicht in der Angst leben, zu versagen
oder Feuer zu fangen.
Ich ziehe es vor, meine Tage zu bewohnen,
meinem Leben zu erlauben mich zu öffnen,
mich weniger ängstlich zu machen, zugänglicher,
mein Herz freizumachen bis es ein Flügel wird,
eine Fackel, ein Versprechen.
Ich ziehe es vor meine Wichtigkeit zu riskieren;
so zu leben, dass, was als Same zu mir gekommen
zum Nächsten als Blüte geht und das, was zu mir
als Blüte gekommen, als Frucht weitergeht.
~ Dawna Markova

Big, wild love

Laya

Foto Business-Yoga: shutterstock

Anregend wie der erste Schluck Kaffee.
Wohltuend wie die Morgensonne.
Nährend wie eine Umarmung.
 

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