[Selbstwert-Serie Teil 2] Stark, verletzlich und offen in Beziehungen

Hast du schon Teil 1 der Selbstwert-Serie gelesen? >> Selbstwert stärken – aber richtig

Wenn ich auf die Laya vor zwanzig (oder dreißig? OMG!) zurückblicke, muss ich zärtlich lächeln. Was habe ich mich in meinen Beziehungen angestrengt! Wie viel – aus heutiger Sicht – absurdes Verhalten habe ich an den Tag gelegt, wie sehr habe ich mich verbogen und belogen, nur um von anderen die Liebe und Anerkennung zu bekommen, die ich mir selbst nicht zu geben in der Lage war? Wie sehr habe ich meinen Wert davon abhängig gemacht, ob andere mich mochten, bewunderten, attraktiv fanden oder nicht? Wie sehr habe ich jedes Wort auf die Waagschale gelegt, und voller Argwohn nach Hinweisen dafür gesucht, dass der andere mich liebt … oder womöglich nicht (mehr) liebt?

Und vor allem: Wie viel wertvolle Energie ging durch all diese Unsicherheit verloren?

Nicht, dass so etwas in meinem Beziehungs-Leben überhaupt nicht mehr vorkommen würde – keine Sorge, ich bin weder erleuchtet noch stehe ich in irgendeiner Weise über derart universellen menschlichen Verhaltensmustern 😉 Aber ein bisschen etwas durfte ich dann doch dazulernen in meinen Jahrzehnten als Mutter, Tochter, Partnerin und Unternehmerin.

Und wenn eines sicher ist, dann das:

Je mehr ich um meinen eigenen Wert weiß, desto ehrlicher und unkomplizierter sind meine Beziehungen.

Ich kann mich zeigen in all meiner Verletzlichkeit, mit all meinen Schwächen und Schatten, ohne Angst haben zu müssen.

Ich bin nicht mehr emotional abhängig von der Zuneigung anderer Menschen – genauso wenig wie von ihren Stimmungen, Problemen und Dramen.

Ich erkenne meinen eigenen Wert an, und das führt unweigerlich dazu, dass auch andere ihn anerkennen – und sich mir gegenüber entsprechend verhalten.

 

GERINGES SELBSTWERTGEFÜHL: NEGATIV-SPIRALE IN BEZIEHUNGEN

Wir alle wünschen uns, wertgeschätzt und geliebt zu werden. Das Problem bei Menschen mit geringem Selbstwertgefühl ist: Sie können diese Wertschätzung und Liebe gar nicht annehmen, selbst wenn andere sie ihnen entgegenbringen!

Dafür gibt es verschiedene Gründe:

 

#1 Menschen mit geringem Selbstwertgefühl unterschätzen, wie sehr andere sie mögen

Selbst Menschen, die schon zehn Jahre oder länger verheiratet sind, glauben, ihre Partner würde sie weit weniger lieben und wertschätzen als diese es tatsächlich tun.

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl erwarten zwar von anderen, dass diese sie positiver wahrnehmen, als sie sich selbst – aber wenn andere das dann tun, dann bekommen sie es gar nicht mit! Sie neigen dazu, völlig zu unterschätzen, wie sehr andere sie mögen, schätzen und in einem positiven Licht sehen. Sie beobachten ganz genau, was andere tun oder sagen, und vermuten hinter jeder Kleinigkeit ein Zeichen für Kritik oder mangelnde Zuneigung.

Die Folge: Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl sind viel eher von ihren Partner*innen enttäuscht und mit ihren Beziehungen unzufrieden als Menschen mit gesundem Selbstwertgefühl, weil sie ständig in Frage stellen, dass der / die andere sie wirklich liebt.

Es ist überraschend, wie viele Menschen durchs Leben gehen, ohne jemals zu erkennen,
dass ihre Gefühle gegenüber anderen Menschen weitgehend durch ihre Gefühle für sich selbst bestimmt sind.
Wenn du dich in dir selbst nicht wohl fühlst, können du dich auch nicht mit anderen wohl fühlen.
~ Sidney J. Harris

 

# 2 Menschen mit geringem Selbstwertgefühl fühlen sich verantwortlich für die Stimmung ihrer Beziehungspartner 

Wahrscheinlich kennen wir das alle: Jemand, der uns nahe steht, ist mies drauf, und wir vermuten sofort, dass wir etwas falsches gesagt oder getan haben, sprich: Das seine / ihre Stimmung irgendetwas mit uns zu tun hat. Dabei hat dieser Jemand womöglich einfach Zahnschmerzen oder schlecht geschlafen oder Stress bei der Arbeit.

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl sind besonders anfällig dafür, die Stimmungen anderer auf sich selbst zu beziehen – vor allem natürlich dann, wenn es sich um SCHLECHTE Stimmungen handelt. Sie fühlen sich sofort verantwortlich dafür, gleichzeitig fühlen sie sich abgelehnt und reagieren feindselig statt verständnisvoll.

Die Folge ist eine Negativspirale: Durch diese Reaktion laufen sie Gefahr, genau die Ablehnung von ihrem Partner, ihrer Partnerin zu bekommen, vor der sie so viel Angst haben.

 

 

# 3 Menschen mit geringem Selbstwertgefühl sind nicht empfänglich für Lob und positives Feedback

Ich vor zwanzig Jahren:
Meine Finger zittern, während ich die Feedback-Bögen durchblättere. Positives – und sogar überschwängliches – Feedback fällt mir gar nicht auf; es perlt von mir ab wie Wassertropfen von einer Lotusblüte. Aber wehe, irgendjemand hat mich in irgendeinem Aspekt mittelmäßig oder gar unterdurchschnittlich bewertet! Dann kriecht Scham in mir hoch, und nun zittert auch mein Herz. Ich fühle mich unfähig und inkompetent, und die Selbstzweifel schwappen über mir zusammen wie eine hohe Welle, unter der ich keine Luft mehr bekomme. 

Ich heute:

Meine Finger zittern noch immer ein wenig, während ich durch die Online-Feedback-Analyse klicke. Aber ich verweile bewusst bei den vielen begeisterten und positiven Rückmeldungen, und lasse sie genüsslich in mein Herz sinken.

Dennoch betrachte ich sowohl positives als auch negatives Feedback aus einer gewissen Distanz. Ich weiß, dass weder das eine noch das andere etwas über MICH und MEINEN WERT aussagt. Ich siebe und sortiere aus, und ich nutze kritische Anmerkungen, um meine Arbeit zu verbessern, wo ich es für sinnvoll und angebracht halte – aber nicht, um den Sinn und Wert meiner Arbeit anzuzweifeln. 

Wenn Menschen mit geringem Selbstwertgefühl auch nur die leiseste Kritik oder das subtilste Zeichen für Ablehnung oder mangelnde Wertschätzung wahrnehmen, neigen sie sofort zum Generalisieren: Sie glauben, als ganzer Mensch abgelehnt zu werden.

Interessanterweise reagieren sie auf Lob und positive Signale alles andere als generalisierend – im Gegenteil. Sie misstrauen positivem Feedback und sprechen der Anerkennung, die ihnen gegenüber geäußert wird, die Bedeutung ab. Manchmal unterstellen sie anderen sogar, deren Komplimente oder positives Feedback seien gar nicht ehrlich gemeint. Auf diese Weise versuchen Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl sich vor Verletzungen zu schützen, für den Fall, dass sich herausstellen sollte, dass der/die andere sie doch nicht liebt – und schon wieder entsteht eine Negativspirale.

What you think
I think of you is
what you think of yourself.
~ Mohadesa Najumi

Da Menschen mit geringem Selbstwertgefühl so viel Angst vor Zurückweisung haben, machen sie oft “dicht“. Sie bauen eine Mauer auf, um ihre Verletzlichkeit zu schützen, sind nicht mehr offen – und berauben sich damit selbst jener erhabenen Momente des Lebens, die nur echte, unverfälschte Intimität uns schenken kann. Sie neigen außerdem eher zur Eifersucht als andere. Und: Sie stehen nicht für sich ein, wenn sie unter Druck geraten.

 

WIE GESUNDES SELBSTWERTGEFÜHL BEZIEHUNGEN AUFBLÜHEN LÄSST

 

Ein gesundes Selbstwertgefühl macht uns einerseits robuster gegenüber Ablehnung, Kritik oder Verachtung durch andere. Wir beginnen nicht gleich, an uns selbst zu zweifeln, nur weil die Chefin mal ein scharfes Mail schreibt, uns die Nachbarin kaum grüßt oder der Partner nicht auf jede Whatsapp antwortet.

Niemand kann dich dazu bringen,
dich ohne deine Zustimmung
minderwertig zu fühlen.
~ Eleanor Roosevelt

Andererseits macht uns gesundes Selbstwertgefühl risikobereiter. Wir können offener auf andere zugehen, wir ergreifen Möglichkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen, und wir wollen wachsen, expandieren und uns zeigen, auch wenn das mit Wachstumsschmerzen und allerlei Ängsten und anderen unangenehmen Gefühlen verbunden ist (und das ist es garantiert).

Menschen mit gesundem Selbstwertgefühl bewegen sich in Beziehungen HINEIN, statt sich zu verschließen, wenn es mal schwierig wird oder sie sich verletzt, unsicher oder abgelehnt fühlen.

Und sind nicht genau DAS unsere erfüllendsten und nährendsten Beziehungen? Die, in denen beide das Risiko eingehen, ihre emotionalen Schutzpanzer abzulegen und das Abenteuer echter Nähe einzugehen?

Menschen mit gesundem Selbstwertgefühl sind übrigens auch eher bereit, sich zu entschuldigen, wenn es angemessen ist. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Fehler, und sie wägen sowohl die eigenen Bedürfnisse als auch die Bedürfnisse anderer ab, wenn sie Entscheidungen treffen.

 

DAS MICHELANGELO-PHÄNOMEN

Was aber noch schöner ist: Wenn zwei Menschen mit gesundem Selbstwertgefühl in Beziehung miteinander sind, dann können sie gemeinsam wachsen. Beide sind sicher gegründet, und beide sind bereit, ihre Komfortzonen – auch die emotionalen! – zu verlassen. Sie sind nicht mehr wie die zwei sprichwörtlichen Einbeinigen, die nur gehen können, wenn sie aneinander gebunden sind.

Beide können alleine laufen, und beide sind neugierig auf ihre eigene Entwicklung – und auf die des Partners oder der Partnerin.

Mehr noch: In solchen Beziehungen stehen die beiden Partner*innen einander als Entwicklungs-Katalysatoren zur Verfügung, und unterstützen sich gegenseitig dabei, sich zur besten Version ihrer selbst zu entwickeln. Dieses Phänomen ist unter dem schönen Namen Michelangelo-Phänomen bekannt.  So wie ein Bildhauer die vollendete Form einer Statue bereits in einem rohen Steinbrocken zu erkennen vermag, so sehen die beiden Partner*innen durch all ihre neurotischen und der Heilung bedürftigen Schichten hindurch und erkennen das reine, unverfälschte Potenzial im jeweils anderen.

Klingt zu schön, um wahr zu sein?

Ist es vielleicht auch 😊

Ich lebe seit mehr als acht Jahren in einer sehr bewussten, sehr achtsamen und sehr liebevollen Beziehung. Niemals hätte ich gedacht, dass so viel gemeinsames Wachstum und so viel individuelle und gemeinsame Entwicklung möglich sind. Und doch gibt es da blinde Flecken, unbewusste Bedürftigkeiten, Verstrickungen und emotionale Abhängigkeiten.

Eine Beziehung ist kein Status (außer auf facebook 😉), sondern ein lebendiger Prozess. Falls ich in dreißig Jahren noch immer mit meinem Liebsten zusammen bin, und falls ich dann noch immer blogge, erzähle ich euch, wo wir dann stehen …

Übrigens: Im dritten und letzten Teil der Selbstwert-Serie erwarten dich nächste Woche ein Selbstwert-Test und wirksame Übungen, mit denen du deinen Selbstwert stärken kannst!

Big, wild love

Laya

PS: Wie schaffst DU es in Beziehungen, verletzlich zu sein und dich trotzdem nicht zu verschließen? Welche Rolle spielt dein Selbstwertgefühl in deinen Beziehungsmustern? Poste in die Kommentare – ich bin gespannt auf DEINE Erfahrungen und Erkenntnisse!

Buchtipps und Quellen:

 

PS: Kennst du schon den kostenlosen 7-Tage-Selbstliebe-Kurs? Darin erfährst du die sieben Geheimnisse der Selbstliebe und lernst tolle Tools kennen, mit denen du deinen Selbstliebe-Muskel trainieren kannst!

8 Kommentare

  1. Julie

    Liebe Laya,

    diese Reihe ist so bereichernd – gestern war ich schon voll der Vorfreude auf das heutige Goldstück🤩.

    Deine PS Frage inspiriert mich, folgende Geschichte zu erzählen:

    Ich hatte Februar bis Mai eine kurze, intensive Beziehung. Aus der Retroperspektive betrachtet liefen mehrere Jahre in vier Monaten ab.

    Ich war zu dieser Zeit voll Energie und Lebensfreude und ließ mich vorsichtig nach und nach in das neue Abenteuer ein. Zum ersten Mal blieb ich von Anfang an mit mir selbst in jedem Moment der Begegnung achtsam verbunden. Ich empfand Würde und erlebte die gewisse Distanz, die es mir ermöglicht, den anderen ganz zu sehen und gleichzeitig mich zu spüren. Das war großartig.

    Dann kam der erste Moment, in dem ich mich in der Nähe meines neuen Partners unwohl fühlte. Ich empfand große Trauer und wäre am liebsten nach Hause gegangen. Ich hatte parallel das Gefühl, ich könne jetzt nicht einfach gehen, ich müsse in Verbindung bleiben. Ich wusste in dem Moment nicht, was jetzt richtig war zu tun.

    So entschied ich mich zu bleiben und erzählte ihm über mein Empfinden. Ich erzählte ihm, dass ich traurig war, weil ich ihn seit einiger Zeit nicht mehr spürte, weil ich immer weniger Resonanz von seiner Seite auf mich und das, was ich einbrachte in die Beziehung fühlte.
    Es war beglückend zu sehen, dass meine Tränen, die Trauer und mein Erzählen Raum nehmen konnten, dass er nicht auf Verteidigung umschaltete. Und doch merkte ich eine gewisse Hilflosigkeit seinerseits.

    Ähnliche Situationen wiederholten sich in Summe 5x. Ich spürte jedesmal den Impuls, mich zurückzuziehen und für mich Sorge zu tragen.

    Ich überprüfte jedes Mal, ob das unerfüllte Bedürfnis von mir selbst erfüllt werden konnte. Und ich kam zu dem Schluss, dass es tatsächlich um Handlungen ging, die nur er in die Beziehung einbringen konnte.

    Einmal fasste ich allen Mut zusammen und stand für mich und mein Bedürfnis ein. Ich sagte ihm ab, weil ich Zeit für mich bräuchte, um Energie zu sammeln. Ich traf auf völliges Unverständnis und seine Enttäuschung ließ mein schlechte Gewissen, für ihn da sein zu müssen, ganz groß werden. Ich blieb in der Situation und war für ihn da.

    Ich verlor mehr und mehr meiner Energie und Lebensfreude. Bis das Nein zu ihm in mir ganz laut wurde und ich die Beziehung beendete.
    Ich fühlte Freude über meinen Mut. Und endlich kehrte meine Energie langsam wieder zurück.

    Heute weiß ich, dass der erste Impuls – aus der Situation zu gehen und für mich zu sorgen – der richtige war. Dass ich nicht für seine Enttäuschung verantwortlich bin. Sie darf genauso da sein wie meine Bedürfnisse. Verantwortlich bin ich zuerst, für mich zu sorgen. Und erst, wenn ich die nötige Energie habe, kann ich es verantworten auch für ihn da zu sein. Das war eine wertvolle Erfahrung.

    Heute habe ich mehr den Mut, meinem Schutzimpuls zu vertrauen und zu folgen. Und ich spüre, wie dabei nach und nach mein Selbstwert wächst.

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    • Laya

      Wow, liebe Julia – vielen Dank für diesen Einblick und die unglaublich kostbaren Erkenntnisse, die du aus dieser Erfahrung gewonnen hast!
      Für mich ist “Dass ich nicht für seine Enttäuschung verantwortlich bin” der Schlüsselsatz in deiner Erzählung.

      Jemand anderen zu enttäuschen, um unverbrüchlich für sich selbst da zu sein, ist eine enorme Mutprobe, und für viele von uns – vor allem für uns Frauen – ein Riesenschritt aus der eigenen Komfortzone.

      Was daran noch viel grandioser ist – abgesehen von der Freue über den eigenen Mut und das innere Wachsen – ist, dass die Ent-Täuschung beim anderen zur Wahrhaftigkeit führt:

      Aha, es ist nicht so wie ich dachte.

      Aha, du bist nicht IMMER für mich da.

      Aha, du hast eigene Bedürfnisse, du bist klar, du bist stark.

      Das kann zur Distanzierung und zur Trennung führen – was schmerzhaft sein kann, aber uns zu immer mehr Wahrhaftigkeit und Authentizität führt.

      Oder es führt dazu, dass wir einander WIRKLICH sehen, dass tatsächliche Nähe und Intimität entstehen kann. Und das ist dann das größte Geschenk, das wir uns selbst und dem anderen machen können.

      Alles Liebe für dich und deinen mutigen, klaren und kraftvollen Weg!
      Laya

      Antworten
  2. Monika

    Liebe Laya, vielen Dank für deine Inspiration. Es ist wohl Zeit da mal wieder etwas mehr hinzuschauen, meinen Selbstwert einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Besonders deine letzte Frage gibt mir zu denken. Denn mich zu verschließen und mein Herz vor Verletzung zu schützen, habe ich so sehr antrainiert, dass es so unglaublich schnell passiert, dass ich es oft selbst gar nicht merke 🙂
    Alles Liebe, schönen Sonntag
    Monika

    Antworten
    • Laya

      “Unter die Lupe nehmen” ist für dieses Thema eine wundervolle Metapher, liebe Monika!

      Denn zu Beginn unserer Reise gibt es große Brocken, Selbstwert-Themen, die wir schnell durchschauen und mit relativ einfachen Mitteln auflösen können.

      Aber je weiter wir voranschreiten, desto subtiler wird dieser Prozess. Unser Ego kann uns 17 mal um die Ecke und im Kreis führen, um nicht mit Scham etc. konfrontiert sein zu müssen, und was im ersten Moment nach Selbstbewusstsein aussieht, erweist sich manchmal auf den zweiten oder dritten Blick als genau das Gegenteil 😉😉😉

      Eine Lupe ist also ein seeeehr hilfreiches Tool, um herauszufinden, was sich da in den tieftiefen Schichten in unserem Inneren abspielt 😉

      Herzensgrüße
      Laya

      Antworten
  3. Uta

    Deine Offenheit ist immer wieder eine Bereicherung für mich und Anstoß zur Selbstreflektion. Danke.🙏 Bin schon auf Folge 3 gespannt. 😉

    In Sachen Beziehung habe ich mal in einem Buch gelesen “Liebe Dich selbst und es ist egal wenn Du heiratest.”
    Da ist viel Wahres dran…denn oft scheitern die Beziehungen, weil wir dem Anderen bewusst oder unbewusst die Schuld für unsere negativen Gefühle geben.

    Wenn ich das tue kommt eine Gefühls Kette wie beim Domino in Gang. Wenn ich aber anderseits versuche jeden Tag, jede Stunde, jede Minute positiv zu denken, zu sehen, zu fühlen, zu handeln und aufhöre zu bewerten mich und andere zu hinterfragen, ist die Resonanz von meinem Partner und meinem Umfeld erstaunlich. 👍

    Und das jeden Tag und immer wieder 😉 gelingt mir nicht immer, aber immer öfter☺️

    Geht es nicht auch in Beziehungen darum sich seinen Ängsten zu stellen, um daran zu wachsen und dafür dankbar zu sein?
    .
    LG Uta 🍀

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    • Laya

      Ja, liebe Uta – genau darum geht es! In der Beziehung zu uns selbst und zu anderen …. ich empfinde Beziehungen als geniale Entwicklungs-Katalysatoren für inneres und äußeres Wachstum – besonders dann, wenn sie gerade schwierig sind :-)))

      Die volle Verantwortung für unsere eigenen Gefühle zu übernehmen und dem/der anderen die volle Verantwortung für seine/ihre Gefühle zurückzugeben, ist ein absoluter Schlüssel zu erwachsenen und erfüllenden Beziehungen.

      Der Buchtitel erinnert mich übrigens an einen Blogbeitrag, den ich vor vielen Jahren geschrieben habe – Heirate dich selbst, und es ist egal, wen du liebst 😉
      https://layacommenda.com/warum-es-egal-ist-wen-du-liebst-wenn-du-dich-selbst-heiratest/

      Herzlich
      Laya

      Antworten
  4. Vera

    Liebe Laya,

    es ist kein Zufall, dass diese Mail bis heute ungelesen in meinem Postfach wartete.
    Genau mein Problem, ja… Und doch war es mal ganz anders. Ich nehme mir einfach nicht mehr die Zeit für mich selbst, für meine Bedürfnisse, mein Tempo, meine Träume. Viel zu sehr bin ich gefangen im “Erst wenn alles getan ist, dann bleibt Zeit für dich” – Modus, bzw nutze die Zeit am Abend dann für einen Film mit meinem Partner, den ich selbst wahrscheinlich nie ausgesucht hätte….
    Jetzt im Urlaub bin ich ein bisschen zur Ruhe gekommen und habe gemerkt, wie sehr er mich eigentlich liebt, obwohl wir so unterschiedlich sind und wie wichtig es ist, mir Zeit für mich zu nehmen! Ich habe mir fest vorgenommen, mir das zu bewahren. Du hilfst mir dabei 💖

    Antworten
    • Laya

      Wie schön, liebe Vera! Dieses “Erst wenn alles andere …” Muster kenne ich von mir selbst – und von vielen Coaching Klientinnen. Interessanterweise haben unsere Partner, Kinder, …. viel mehr von uns, wenn wir in Kontakt mit uns selbst sind – und dafür braucht es einfach Me-Time!
      Alles Liebe für deinen weiteren Weg 💖
      Laya

      Antworten

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Laya Commenda Coaching

Ich bin Laya Commenda.
Ich unterstütze Frauen dabei, innere Freiheit zu finden, Ängste, Zweifel und Blockaden zu überwinden und endlich das Leben zu leben, das ihrem wahren Wesen entspricht - mit den besten Tools und Techniken aus Positiver Psychologie, Schreibtherapie und Embodiment.