Aufgeben oder weitermachen? 9 Wege zur Entscheidung

Wann ist es Zeit, eine Beziehung zu beenden? Wie kannst du erkennen, dass der Jobwechsel nun endlich wirklich ansteht? Woran merkst du, dass deine Business-Idee nicht aufgehen wird, und du sie loslassen musst, um etwas Neues auszuprobieren zu können? Wann ist der richtige Zeitpunkt, um alte Freundschaften loszulassen, damit neue Menschen, die besser zu uns passen, in unser Leben kommen können? Woher wissen wir, dass das Pferd wirklich tot ist und es höchste Zeit ist, ein neues zu satteln?

Wenn Entscheidungen wie diese anstehen, sind wir oft hin- und hergerissen.

Im einen Moment glauben wir, endlich zu wissen, wie es weitergehen soll – und im nächsten Moment denken wir genau das Gegenteil.

Im einen Moment scheint alles klar zu sein – und im anderen purzeln die Fürs und Widers wieder wie wild durch unseren Kopf.

Im einen Moment denken wir: “Egal wofür, Hauptsache, ich treffe eine Entscheidung“, und im nächsten Moment sind wir sicher, dass die Zeit noch nicht reif dafür ist.

Diese Entscheidungs-Inkubationszeit kann aufreibend sein und viel Energie kosten – Energie, die uns dann für andere Dinge fehlt.

Daher ist es wichtig, dass wir ein Gefühl für das richtige Timing finden. Entscheidungen brauchen oft einfach ihre Zeit, um zu reifen. Andererseits neigen wir oft dazu, alle Optionen und Argumente wieder und wieder durchzukäuen, und verpassen dadurch oft den richtigen Moment, um klar und entschlossen zu handeln – mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt.

Aufgeben oder weitermachen? Loslassen oder Dranbleiben? Ein Patentrezept gibt es nicht, und oft zeigt sich erst lange Zeit später, ob eine Entscheidung „richtig“ war oder nicht.

Vermutlich geht es ohnehin viel mehr um “stimmig” als um “richtig”. Die folgenden 9 Entscheidungs-Hacks können dir helfen, Klarheit darüber zu finden, was für dich stimmig ist und was nicht.

 

9 Wege zu einer stimmigen Entscheidung

 

# 1 Zuerst alles geben – dann erst zweifeln

Wenn unsere Gedanken ständig ums Gehen oder Bleiben, Aufgeben oder Dranbleiben kreisen, bleibt uns keine Energie, um uns wirklich auf die Beziehung, das Projekt, das Business, … einzulassen, um die / das es geht. Kein Wunder, dass wir dann keine Klarheit bekommen, ob dieses Was-auch-immer für uns noch stimmt – denn mit Halbherzigkeit war noch nie viel zu gewinnen.

Daher: Setz dir einen Termin – vielleicht in einem Monat, vielleicht in einem halben Jahr oder Jahr. Bis dahin steigst du nochmal voll ein, lässt dich (ohne Flucht- oder Trennungsgedanken) auf deinen Partner ein, steckst richtig viel Zeit und Herzblut in dein Projekt, gibst in deinem Business nochmal so richtig Gas. Leg während dieses Zeitraums die Entscheidungsgedanken auf Eis. Erst wenn der festgelegte Termin gekommen ist, wägst du mit den neu gewonnenen Erkenntnissen nochmals ab.

 

# 2 Wenn es am schwierigsten ist, mach weiter

Kurz bevor die Sonne aufgeht, ist die Nacht am dunkelsten.
~ Selma Lagerlöf

Vielleicht hast du das auch schon oft erlebt: Bevor sich ein innerer Knoten löst, zurrt er sich nochmal so richtig fest. Bevor wir einen Durchbruch erleben, wird es nochmal so richtig eng. Bevor sich in einer Beziehung eine neue Dimension eröffnet, wird sie so richtig holprig oder unrund.

Gib nicht dann auf, wenn es gerade am schwierigsten ist. Mach noch ein kleines bisschen weiter. Denn vielleicht ist die Sonne kurz davor, aufzugehen.

 

# 3 Hast du alles gegeben?

„Hast du bereits alles gegeben?“ Diese Frage ist der Schlüssel. Du kannst sie nicht nur rational beantworten. Du musst sie in deinem Herzen platzieren und mit ihr schwanger gehen.
~ Andrea und Veit Lindau

Die beste Garantie dafür, sich fürs Loslassen zu entscheiden und diese Entscheidung später nicht zu bereuen, ist, zuvor alles gegeben zu haben. Andernfalls ist die Gefahr groß, dass uns Schuldgefühle und Selbstvorwürfe noch für lange Zeit in der Vergangenheit festhalten.

Wenn du jedoch alles gegeben – und DICH ganz hin(ein)gegeben –  hast, und dich dann trotzdem für einen Abschied entscheidest, dann hast du dir nichts vorzuwerfen, und bist frei für deine Zukunft.

 

# 4 Was gibst du auf, wenn du NICHT aufgibst?

Wenn es ums Loslassen geht, fixieren wir uns oft auf das, was wir verlieren.  Dass wir auch etwas gewinnen, wenn wir aufgeben oder loslassen, ist uns vielleicht vage klar – aber was das genau ist, überlegen wir uns selten ganz konkret.

Erwiesenermaßen tendieren wir dazu, den Wert der Dinge, die wir bereits „besitzen“, zu überschätzen – und das macht das Loslassen so schwer.

Mach dir also bewusst, dass du auch etwas aufgibst, wenn du NICHT aufgibst – zum Beispiel neue Möglichkeiten, oder die Chance, neue Menschen kennenzulernen, oder dich zu verändern oder neu zu erfinden. Natürlich – bei dem, was wir schon „haben“, wissen wir, was wir daran haben. Die Zukunft ist ungewiss, und wir können nur darauf vertrauen, dass sie uns etwas Besseres / Stimmigeres bringen wird. Gerade Menschen, die ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben, hindert dieses Ungleichgewicht oft daran, den nächsten Schritt zu tun.

Mach dir also ganz konkret bewusst, was du verlieren könntest, wenn du weitermachst – worauf zu verzichtest, wenn du dranbleibst.

 

# 5 Schon so viel investiert … aber bitte nicht noch mehr!

Warum bleiben wir oft beharrlich im Sattel sitzen, obwohl das Pferd unter diesem Sattel längst tot ist?

Weil wir viel in dieses Pferd investiert haben. Weil es uns viel Geld und Zeit, Energie und Aufmerksamkeit gekostet. Und wir wollen nicht wahrhaben, dass das alles umsonst gewesen sein sollen – also kaufen wir noch mehr Heu und Hafer, lassen dem toten Gaul neue Hufe verpassen, investieren womöglich in ein besseres Zaumzeug oder eine Peitsche … nur um dadurch noch mehr zu verlieren.

Einen – vielleicht wirklich bitteren – Verlust anzuerkennen, und die damit verbundenen Gefühle wie Enttäuschung, Wut. Traurigkeit oder Scham zuzulassen, kann uns davor bewahren, noch viel mehr zu verlieren.

Und was heißt schon verlieren – gewonnen haben wir ja sowieso: an Erfahrungen und Reife.

I  never lose.
I either win or I learn.
~ Nelson Mandela

{Ja ich weiß. # 5 steht scheinbar im Widerspruch zu # 1. Widersprüche auszuhalten (und mit ihnen zu tanzen) ist eine jener Lebensaufgaben, in denen ich Meisterschaft anstrebe 😊 }

 

# 6 Ego, Ego, spiel mit mir …

Vielleicht hast du ein starkes Bild von dir als jemand, der niemals aufgibt. Der sich wenn nötig auch mal durchbeißt, auch wenn es hart und anstrengend wird.

Daran ist grundsätzlich nichts Schlechtes – ohne Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit, ohne die Bereitschaft, auch mal Durststrecken zu überwinden, werden wir unsere Ziele nicht erreichen, und auch nicht die kostbaren Tiefen unserer Beziehungen erforschen.

Hinderlich wird so ein Muster jedoch dann, wenn sich das Ego an dieser Durchhalte-Mentalität festklammert, um keinen Identitätsverlust zu erleiden. Wenn wir durchhalten nur um des Durchhaltens willen, wenn wir weitermachen, nur weil wir Angst haben, sonst unser Gesicht zu verlieren, dann stecken wir in der Ego-Falle. Das Ego hasst Loslassen, denn Loslassen bedeutet Kontrollverlust. Und selbst wenn wir unsere Ego-Spielchen erkennen, ist es oft schwierig, aus ihnen auszusteigen.

Vielleicht magst du dir ein neues Selbstbild zulegen – das eines Menschen, der weiß, dass Aufgeben nicht immer ein Zeichen für Schwäche ist. Und das eines Menschen, der weiß, dass er sein Gesicht nicht verliert, nur weil er eine Maske ablegt.

 

# 7 Entweder, oder – oder beides?

Wenn wir vor schwierigen Entscheidungen stehen, neigen wir oft zu einer dualistischen Sichtweise. Entweder zusammenbleiben oder trennen. Entweder kündigen oder bleiben. Mehr als diese zwei Optionen sehen wir nicht.

Aber warum sollten wir uns mit den Wahlmöglichkeiten zufrieden geben, die es schon gibt? Warum kreieren wir nicht völlig neue Optionen? Du kannst gemeinsam mit deinem Partner eine neue Beziehungsform kreieren. Du kannst ein innovatives Arbeitszeitmodell entwerfen. Lass dich nicht beschränken von dem, was existiert. Das Universum ist voll von ungeborenem Potenzial. Also nimm den Pinsel zur Hand, tauch tief in den Farbtopf und male eine neues, buntes, maßgeschneidertes Bild!

 

# 8 Bauch, Kopf, Bauch. Und Herz – eh klar.

Ob wir nur glauben, mit dem Kopf zu entscheiden, in Wirklichkeit aber unser Bauch viel schneller ist und unser Gehirn nur nachträglich versucht, unsere Bauchentscheidungen zu rationalisieren – darüber haben sich schon viele kluge Köpfe den Kopf zerbrochen 😊

Ich persönlich bin eine Freundin der informierten Intuition. Ich weiß zwar, dass ich meiner Intuition trauen kann, aber sie hat mich mitunter auch schon in die Irre geführt. Dann nämlich, wenn ich mir nicht die Zeit genommen habe, mit ihr zu „sitzen“, und zusätzliche Informationen einzuholen.

Oft fällt die Entscheidung nach dieser Bedenkzeit zwar genauso aus, wie meine Intuition mir schon im ersten Moment geflüstert hat – aber dann es ist eine informierte Entscheidung, bei der der Kopf auch mitkann, statt mich im Nachhinein mit Zweifeln zu sabotieren. Manchmal verändern die zusätzlichen Informationen die ursprüngliche Entscheidung zwar nicht – aber sie fügen etwas hinzu oder nehmen etwas weg, so dass die Entscheidung klüger und differenzierter ausfällt.

Also zuerst der Bauch, dann der Kopf, dann wieder der Bauch. Und das Herz natürlich sowieso. Denn ohne die Weisheit des Herzens will der Kopf durch die Wand und der Bauch ist sich selbst am nächsten – ihm fehlt der Weitblick.

 

# 9 Zuerst die Basics, dann die Entscheidung

Entscheidungen, bei denen es auf einen Tag mehr oder weniger ankommt, sind selten. Lass dich also nicht unter Druck setzen  – auch nicht von dir selbst! Sorge dafür, dass du ausgeschlafen, gut genährt und erholt bist, ehe du eine wichtige Entscheidung triffst. Das klingt zwar selbstverständlich, aber oft vergessen wir, dass wir nur dann Zugang zu unserer Körperweisheit haben, wenn wir auch gut für unseren Körper sorgen. Biology first – und dann alles andere!

Was sind DEINE besten Entscheidungs-Strategien? Woher weißt DU, dass die Zeit reif für eine klare Entscheidung ist? Teil deine Erfahrungen in den Kommentaren – ich freue mich darauf, von dir zu lesen!

Big, wild love

Laya

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