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5 Dinge, die du über große Träume wissen solltest 

 Dezember 27, 2021

Kürzlich in einem meiner Online-Workshops. 

Zwölf Frauen, jede mit einem Traum, einer Vision. 

Zuerst schüchtern, dann immer mutiger sprechen sie ihre großen Träume laut aus. Geben ihnen eine Stimme. 

Fast erschrecken sie über sich selbst - nur um zu erkennen, dass die anderen Teilnehmerinnen die Verwirklichung ihrer Träume für sehr viel realistischer halten als sie selbst. 

Außerdem wird klar: Unsere Träume sind so einzigartig wie wir. Die eine träumt vom Haus am See, die andere von der Reise nach Schweden, die dritte vom Bücher-Schreiben und die vierte vom Weitwandern in Jordanien. 

Und was sagt uns das alles? 

Deine Träume wurden dir aus guten Grund ins Herz gepflanzt wurden. 

Ihre Verwirklichung hat etwas mit deiner Lebensaufgabe zu tun. 

Deshalb sind sie so beängstigend.

Wir müssen noch nicht mal daran glauben, dass unsere Träume jemals Wirklichkeit werden. 

Es genügt, sie ernst zu nehmen. Ihnen zu vertrauen. Ihnen immer mehr Raum zu geben.

Und dann gibt es da noch fünf Dinge, die du über große Träume wissen solltest ... welche das sind, verrate ich dir gleich! 


# 1 Träume kommen aus der Zukunft 

Was wir für möglich halten, spielt sich meistens in einem sehr engen Rahmen ab - in einem Rahmen, der von unserer Vergangenheit und von den Prägungen und Programmierungen vorgegeben ist, die wir von unserer Herkunftsfamilie und unserem gesellschaftlichen Umfeld mitbekommen haben. 

Genau diesen Zusammenhang müssen wir auflösen. 

Denn unsere wahren Träume sind Botschafter aus der Zukunft. Sie sind die Möglichkeiten, die dort auf uns warten und uns leise zurufen.

Geh bei dem, was du für möglich hältst, nicht von dem aus, was ist. Auch nicht von deinen bisherigen Erfahrungen. Und schon gar nicht davon, wie andere ihr Leben gestalten. 

Geh von dem aus, was als leise Ahnung in deinem Herzen wohnt. 

Der Traum ist der beste Beweis dafür, dass wir nicht so fest in unsere Haut eingeschlossen sind, als es scheint.
~ Friedrich Hebbel


# 2 Dein Gehirn wird Amok laufen

Du kommst von einem Visions-Workshop nachhause oder hast gerade einen inspirierenden Podcast gehört. 

Und du bist euphorisch. 

"Jaaaaa", jubelt etwas in dir, "es IST möglich!"

Dann landest du unsanft im Alltag. Deine Mutter ruft an, dein Kind muss zum Zahnarzt, deine Arbeit ist irgendetwas zwischen langweilig, zermürbend und sinnentleert, und die Wäscheberge türmen sich. 

Kurz: Dein Alltag ist so weit von allem entfernt, was du dir erträumst, dass Jubel und Euphorie aus dir abrinnen, als wärst du eine Badewanne, bei der jemand den Stöpsel gezogen hat. 

Du seufzt. 

"Sind ja doch alles Hirngespinste", denkst du. "Schuster, bleib bei deinen Leisten. Von Hier nach Dort führt kein Weg." 

Aber es sind niemals die Umstände, die deine Zweifel, deine Ernüchterung und deine Resignation hervorrufen, sondern deine Gedanken. 

Neue Bilder zu entwerfen, Visionen zu empfangen, nie Dagewesenes für möglich zu halten, ist eine enorm energieaufwändige Leistung unseres Frontallappens, also evolutionär gesehen unserer neueren Gehirnteile. Solange sie das Kommando haben, herrscht Euphorie in der Zentrale. 

Aber wehe, wir geraten unter Stress oder in einen Zustand des Energiemangels! Dann übernehmen die alten Gehirnteile das Ruder. Und die haben nur dreierlei im Sinn: Veränderungen verhindern, Gefahren vermeiden und Energie sparen. 

Teile deines Gehirns werden IMMER versuchen, dir deine Visionen madig zu machen. 

Rechne damit. 

Und glaub ihnen kein Wort.

(Das klingt einfach, ist es aber nicht. Wir brauchen wirksame Tools, Geduld und Hartnäckigkeit, um  unser gesamtes System an die neuen Bilder, Gedanken und Gefühle zu gewöhnen, ansonsten schlittern wir garantiert in die Selbstsabotage!)

Phantasie ist nicht Ausflucht. Denn sich etwas vorstellen, heißt, eine Welt bauen, eine Welt erschaffen.
~ Eugène Ionesco


# 3 Voller Einsatz, keine Anhaftung

Ich bin mit vollem Einsatz dabei, meine Träume zu verwirklichen - und gleichzeitig ist es mir egal, ob sie wahr werden oder nicht. 

Geht das? 

"Be all in and unattached" nannten meine buddhistischen Lehrer dieses Prinzip. 

Seien wir ehrlich: Nicht ALLES liegt in unserer Hand. Wir sind Ko-Kreierende, aber nicht allmächtig. Und manchmal weiß das Leben es eben besser als wir. 

Imagination will often carry us to worlds that never were, but without it we go nowhere.
~ C. Sagan

Am Ende ist es gar nicht wichtig, ob wir alle Ziele erreicht und all unsere Träume verwirklicht haben. 

Viel wichtiger ist, wer wir werden, indem wir unsere Träume zu unseren Leitsternen machen, statt uns an dem zu orientieren, was wir bisher getan haben und was andere so tun. 

Wir strecken uns, wir expandieren, wir sind gefordert, anders zu denken und zu handeln. Und vielleicht entdecken wir durch unsere Ausdehnung ja noch ganz andere Träume und Visionen.

Hauptsache, wir sind in Bewegung, und der Duft der Freiheit bläst uns um die Nase!

Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.
~ Marie von Ebner-Eschenbach


# 4 Dort ist es nicht besser als hier

Manchmal missbrauchen wir unsere Träume als Flucht. 

Manchmal denken wir, hätten wir sie erst verwirklicht, dann blieben wir endlich von den schmerzhaften Aspekten der menschlichen Existenz verschont. 

Denn dort, im Land unserer Träume, so denken wir, werden wir keine Scham mehr fühlen und auch keine Angst, wir werden niemals mehr unsicher sein oder an uns zweifeln. 

Aber es gibt kein Entkommen. DORT ist es nicht besser als HIER. Wir werden noch immer auf der Gesamtheit des menschlichen Gefühlsspektrums Achterbahn fahren. Die Trigger werden andere sein - aber die Gefühle werden bleiben. 

Und dennoch lohnt es sich - denn es gibt etwas Besseres als "glücklich". 

Zum Beispiel, dass es sich endlich richtig anfühlt - auch das Schmerzhafte. Dass wir wahrhaftig leben, in Integrität mit unseren Träumen. Dass wir dem Leben nicht mehr ausweichen, und uns nicht länger von unseren Ängsten dirigieren lassen.

„Ich weiß aus unleugbarer Erfahrung, dass Träume zu Selbst-Erkenntnis führen.“
~ Georg Christoph Lichtenberg


# 5 Achtung vor Zielschmerz! 

Ich hatte mich so sehr darauf gefreut. 

Ich sah mich schon sitzen, im Sonnenschein auf der Piazza in Assisi, und glückselig meinen Cappuccino schlürfen.

Als ich dann jedoch nach 14 Tagen Fußmarsch durch Regen und Matsch endlich an meinem Pilgerziel angekommen war, war ich nicht glücklich, sondern zutiefst deprimiert - und das, obwohl sich nun endlich die Sonne zeigte, ich nicht mehr jeden Tag zwanzig, dreißig Kilometer durch Gestrüpp und über Stock und Stein laufen und mich dabei siebzehn Mal verirren musste. 

Mein Körper vermisste die Glückshormone, die das Gehen in mir freigesetzt hatte. 

Was aber noch schwerer wog: Mein Gehirn vermisste das Ziel. 

Mein Dopamin-Spiegel rasselte in den Keller, und die unglaubliche Konsequenz, mit der ich mich jeden Tag bei strömendem Regen auf den Weg gemacht hatte, wich einer Lethargie, die ich so noch nie erlebt hatte. 

Ein Ziel zu erreichen, einen Traum zu verwirklichen, eine Vision zu realisieren - das kann durchaus gemischte Gefühle in uns auslösen. 

Die Erwartung, wir würden die Arme hochreißen und laut jubeln, wenn wir den Fuß über die Ziellinie setzen, wird sich in den meisten Fällen nicht erfüllen. Eher schon werden wir uns gedämpft, melancholisch oder sogar schwermütig fühlen. 

Das ist okay - und kein Grund, sich sofort ein nächste Ziel zu setzen, nur um unsere Dopamin-Produktion wieder anzukurbeln. 

Wir können mit diesen Gefühlen sein und sie halten. 

Und vielleicht, vielleicht, vielleicht geraten wir irgendwann ja doch noch in Feierlaune. 

Oder eine stille Zufriedenheit breitet sich in uns aus - und die Lust auf das nächste Ziel. Denn nach der Ziellinie ist vor der Ziellinie, und unser Potenzial zu entfalten ist ein immerwährender Prozess. 

Ist das nicht ein großes Glück? 

LAya Commenda Schreiben Coaching


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